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BUND Naturschutz fordert echten Klimaschutz statt Symbolpolitik

Die Ministerpräsident/-innen der Länder treffen sich heute auf der Zugspitze, der BUND Naturschutz weist mit einer Bildbotschaft vor Ort darauf hin, dass noch viel passieren muss, um die Klimakrise zu lösen: „Anpacken statt kapitulieren“ fordern BUND und BUND Naturschutz mit einem Transparent am höchsten Punkt Deutschlands.

Foto: Jörg Farys / BUND

24.10.2019

"Am 20.09. waren in Bayern an knapp 100 Orten über 120.000 Menschen für konsequenten Klimaschutz auf der Straße. Doch anstatt den Willen all dieser Menschen und die Ratschläge von Klimawissenschaft und Umweltverbänden für wirksame Maßnahmen gegen die Klimakrise aufzugreifen, blockieren dies Ministerpräsident Markus Söder und die CSU in der Bundesregierung. Echter Klimaschutz benötigt mehr als das Pflanzen von Bäumen, Setzen auf "Freiwilligkeit" und einen weitgehend unwirksamen CO2 Handel.

Wir appellieren an die Ministerpräsidenten der Bundesländer, sich angesichts des schmelzenden Gletschers auf der Zugspitze für die Nachschärfung der Klimaschutzbeschlüsse der Bundesregierung einzusetzen. Auch Bayern benötigt wie andere Bundesländer ein wirksames Klimaschutzgesetz, das die Versprechen der Pariser Klimakonferenz einhält. Dieses muss ein Restbudget an CO2-Äquivalenten formulieren und genau beschreiben, wie in den einzelnen Sektoren dieses Budget eingehalten werden kann. Bayern benötigt den naturverträglichen Ausbau der Windenergie. Das heißt: weg mit der 10 H Abstandsregel und bis 2030 eine Steigerung der Windkraft um den Faktor 3. Die installierte Leistung der Photovoltaik muss bis 2030 um den Faktor 4 steigen. Wenn wir jetzt nicht mutig handeln, wird aus Herrn Söders Credo " Anreize statt Verbote" bald die Losung "Anreize statt Bewahrung der Schöpfung ", so Richard Mergner, Landesvorsitzender.