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BUND Naturschutz fordert Gesellschaftsvertrag für bessere Agrarpolitik und faire Preise

Mahnfeuer von „Land schafft Verbindung“ und Bayerischem Bauernverband sind hilfloser und falscher Protest sowie kein Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt

09.12.2019

"Bauernproteste sind grundsätzlich berechtigt und werden dann auch etwas bewirken, wenn die Ursachen der Niedrigpreispolitik und des Zwangs zur Intensivproduktion angegriffen werden. Das Bauernsterben und die Existenzsorgen vieler Betriebe wurden durch verfehlte agrarpolitische Weichenstellung auf EU Ebene - unterstützt von der deutschen und bayerischen Agrarpolitik - verursacht. Die Mahnfeuer und Traktorenproteste werden wirkungslos verpuffen, wenn sie nur Naturschützer und Journalisten sowie "die Politiker" kritisieren und offensichtliche Auswirkungen der Intensivproduktion, wie Grundwasserbelastung und Artensterben, nicht angehen wollen", kritisiert BN Landesvorsitzender Richard Mergner.

"Ein Dialog mit der Gesellschaft kann nicht gelingen, solange notwendige Veränderungen als "Gängelung" "Schikane" und "Verbotspolitik" bezeichnet und pauschal die Verbraucherschaft verunglimpft wird", so Mergner.

Der BUND Naturschutz setzt sich seit Jahren gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft, den Ökobauern und dem Bund Deutscher Milchviehhalter gegen den Zwang zum "Wachsen oder Weichen" ein. Ebenso fordert der BUND Naturschutz beispielsweise eine Mengensteuerung und bessere Preise bei der Milch, wenn sie ohne Gensoja und tierschutzgerecht produziert wird.

Zusätzlich müssen auch Lebensmittelhersteller, Lebensmittelhandel und die Verbraucherschaft in die Pflicht genommen werden, um gemeinsam Wege aus der Billigproduktion zu finden.

Für Rückfragen:

Richard Mergner, BN Landesvorsitzender, 0171 639 4370