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Die Welt streikt, die Politik tourt

Klimatour von Ministerpräsident Markus Söder und Umweltminister Thorsten Glauber

Foto: Kemekenidou

04.09.2019

Die „Klimatour“ von Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Umweltminister Thorsten Glauber zur Zugspitze wird dem dringenden Handlungsbedarf in der Klimakrise nicht gerecht. „Niemand muss sich mehr ein Bild von der katastrophalen Situation des Schneefernergletschers machen, die Fakten und Bilder rund um den weltweiten Gletscherschwund als Auswirkung der Klimakrise sind seit fast 150 Jahren bekannt. Die Folgen der Klimakrise sehen wir in den Wäldern, auf den Feldern oder an den niedrigen Wasserständen der Flüsse. “ so Martin Geilhufe, Landesbeauftragter des BUND Naturschutz. Der BUND Naturschutz und Jugendliche von Fridays For Future (FFF) fordern die Politik auf, endlich ihre Arbeit zu machen, anstatt Bilder vor Gletschern zu schießen.

„Do your Job“ – „Tut eure Arbeit“ forderten heute früh der BUND Naturschutz und Fridays For Future Murnau am Fuße der Zugspitze von Markus Söder und Thorsten Glauber. Der Gletscher an der Zugspitze geht seit Jahren dramatisch zurück. Wirksame Gegenmaßnahmen lassen weiter auf sich warten. „Mit Hilfe solcher Aktionen wollen M. Söder & Co nur immer wieder betonen, wie sehr sie hinter dem Klimaschutzgedanken stehen, ohne wirklich etwas zu ändern. Damit klar wird, dass diesem ganzen Klimaschutzgeheuchle auch Konsequenzen folgen müssen gehen wir solange auf die Straße bis wirklich etwas passiert ist. Deswegen wird beim internationalen Klimastreik am 20.09. auch in Murnau um 13:00 Uhr eine Demo mit Startpunkt am Gymnasium stattfinden.“ so Simon Schweiger, FFF Murnau.

„Die Problemlage ist erkannt und die Ziele durch das Pariser Abkommen von 2015 gesetzt. Bayern muss seinen Anteil leisten, dass die Pariser Ziele eingehalten werden,“ meint Ronja Endres, Referentin für politische Kommunikation des BUND Naturschutz. „Was wir nicht haben, sind tatsächliche Maßnahmen. Die Politik der freiwilligen Anreize hat dazu geführt, dass wir das Ziel für 2020 voraussichtlich nicht erreichen. Jetzt braucht es konkrete Vorschriften.“

Für Rückfragen:

Martin Geilhufe, Landesbeauftragter des Bundes Naturschutz
Tel. +49 172 7954607, E-Mail: martin.geilhufe@bund-naturschutz.de