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Geplantes Gewerbegebiet an der Kühnhofener Straße in Hersbruck

Ballon-Aktion und Menschenkette zu den Ausmaßen der geplanten Platikfabrik

Foto: Martin Schaffer

Foto: Martin Schaffer

01.07.2019

In Hersbruck möchte eine Plastikfabrik ihr Gelände erweitern. Der BUND Naturschutz und die Bürgerinitiative Unteres Sittenbachtal stellen sich klar gegen das Projekt und machten die Ausmaße des geplanten Projekts am Sonntag deutlich.

Etwa 100 Bürgerinnen und Bürger versammelten sich am geplanten Bauplatz und visualisierten den Eingriff, indem sie mit Helium gefüllte Ballons in 19 m Höhe aufsteigen ließen (die Höhe des geplanten Produktionsturms). Außerdem wurden die Länge und die Breite des Bauplatzes mit einer Kette aus Ballons (Material: Naturkautschuk, kein Plastik) deutlich gemacht.

Nach Meinung der Bürgerinitiative (BI) "Unteres Sittenbachtal" stellt die Baumaßnahme einen unverhältnismäßigen Eingriff in das Landschaftsbild dar. Fläche wird irreversibel versiegelt. Auch die Infrastruktur ist laut BI in keiner Weise geeignet für eine Erweiterung des Gewerbegebiets und damit einhergehendem Anstieg des Schwerlastverkehrs. Viele Bürgerinnen und Bürger fragen sich zudem, ob es richtig ist, noch mehr Plastikprodukte zu produzieren. Selbst auf dem G20-Gipfel ist das Thema Plastikmüll bereits angekommen.

Aus diesen Gründen hat die BI ein Bürgerbegehren erfolgreich auf den Weg gebracht. Am nächsten Sonntag, 07.07., sind die Hersbrucker Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, über das geplante Projekt im Rahmen eines Bürgerentscheids abzustimmen.

BI-Sprecher Martin Schaffer vergleicht den Einsatz der Bürger mit der biblischen Geschichte David gegen Goliath: "Wir treten an gegen die geballte Macht von drei Stadtratsparteien und ihrer Netzwerke. Sie haben uns am Anfang etwas belächelt, aber der große Erfolg unserer Unterschriften-Aktion hat sie aufgeschreckt, so dass sie jetzt eine massive PR-Kampagne für die Firmenerweiterung fahren."

Diese Kampagne ziele unter anderem auf "Greenwashing" ab, also den Versuch, etwas als umweltschonend darzustellen, was es gar nicht ist.

Unterstützt wird die BI von Bund Naturschutz, Bündnis 90/Die Grünen und ÖDP.

Für Rückfragen:

Tom Konopka Regionalreferent für Mittel- und Oberfranken

Telefon 0911 81878-24, 0160 8531944 Mail: tom.konopka@bund-naturschutz.de