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Neuer Energieverein der Bürgerinitiativen und BUND Naturschutz fordern mehr Erneuerbare Energien in Bayern

Seit 2014 haben sich Bürgerinitiativen in Bayern gegen die Stromautobahnen SuedOstLink und SuedLink in Aktionsbündnissen zusammengeschlossen. Nun haben Aktive aus diesem Widerstand einen Verein gegründet, energy-platform e.V. Dieser will mit neuen Visionen und Konzepten die Energiewende bewegen und fordert gemeinsam mit dem BUND Naturschutz in Bayern e.V. den zügigen Neubau von Fotovoltaikanlagen, Windenergieanlagen und dezentralen Speichern in Bayern. Die neue Staatsregierung muss Klimaschutz und Energiewende sich als eine Hausaufgabe ins Pflichtenheft schreiben!

10.04.2018

"Wir fordern von der neuen Staatsregierung in Bayern unter Ministerpräsident Markus Söder eine klare Kurskorrektur und neuen Schwung für den Zubau von Sonnen- und Windenergie in Bayern. Bayern benötigt hierfür eine fachlich fundierte Regionalplanung für neue Windenergieanlagen an naturverträglichen Standorten, Fotovoltaikanlagen an den Gebäuden und flexible Biogasanlagen für Reststoffe. Bayern benötigt eine Staatsregierung, die ihre Kommunen aktiv bei deren ureigenen Aufgaben kommunaler Bauleitplanung und kommunaler Verträge für die Energiewende unterstützt - ohne aber die Kommunen zu bevormunden. Bürgerenergiegenossenschaften sowie engagierte Kommunen und Stadtwerke müssen bei der Umsetzung der Energiewende unterstützt werden", fordert Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND Naturschutz in Bayern e.V.

"Ab 2014 haben Amprion und Tennet ihre Pläne für die Stromautobahn SuedOstLink präsentiert. Die Betroffenen haben Fragen gestellt, zur Technik, zur Wirtschaftlichkeit, zur Energiepolitik - aber nie vernünftige und nachvollziehbare Antworten erhalten. Wir haben uns daher in Bürgerinitiativen formiert. Klimaschutz ist unser Ziel. Wir haben nun einen eigenen Energieverein gegründet, der die notwendigen Visionen und Konzepte in die gesellschaftliche Diskussion einbringen soll. Unsere Kritik an den Stromautobahnen führt uns heute zur Forderung an die neue Bayerische Staatsregierung: es müssen deutlich mehr Windräder und Foltovoltaikanlagen in Bayern neu gebaut und regional mit Speichern vernetzt werden. Bayern muss ein dezentrales Stromkonzept entwickeln und vorlegen", fordert Matthias Grobleben, Gründungsmitglied energy-platform e.V. und vordem einer der Sprecher der Aktionsbündnisse gegen die geplante Stromautobahn SuedOstLink.

"Der neue Staatsminister für Wirtschaft und Energie, Franz Josef Pschierer, ist vor allem bekannt als ein vehementer Verfechter der geplanten Stromautobahnen. Diese Links versagen bei Atom- und Kohleausstieg an kalten, trüben und windarmen Tagen, in Europa genügend Strom zu liefern. Regional verteilte Langzeitspeicher, wie Bioabfälle, Gas und Eisspeicher können auch dann Strom liefern. Die genannten Speicher stehen auch für unseren Wärme- und Mobilitätsbedarf bereit. Pumpspeicher dagegen haben eine sehr geringe Energiedichte. Für eine sichere Energieversorgung benötigt Bayern vernetzte Quartierspeicher. Innovative Speicher, in großen Stückzahlen auch günstig, - das ist eine Basistechnologie der Zukunft. Staatsminister Pschierer muss sich dafür einsetzen, dass Bayern hier führend wird. Für Klimaschutz und Wertschöpfung in Bayern!", so Gerhard Spiegel, Vorstand energy-platform e.V.

Anlagen:
Zukunftsenergiekonzept des BUND e.V, 2017
Alternativer Szenariorahmen, energy-platform e.V., 2018

Für Rückfragen:
Dr. Herbert Barthel, Referat Energie und Klimaschutz
mobil: 0151-5048 9963