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Pfingsturlaub in Bayern – damit die Natur nicht unter die Räder kommt

Mit dem heutigen Beginn der Pfingstferien und den gelockerten Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen wird ein großer Andrang an den bekannten Hotspots der bayerischen Ausflugsziele erwartet. Der BUND Naturschutz (BN) empfiehlt, bekannte Hotspots zu meiden, mehrtägige Urlaubstouren zu machen und gibt Tipps für alternative Ausflugsziele fernab der ausgetretenen Pfade.

Walchensee, Foto: Sonja Kreil

29.05.2020

„Die Ausgangsbeschränkungen der letzten Wochen haben uns gezeigt, wie wichtig intakte Naherholungsgebiete, Frischluftschneisen und erholsame Landschaften in unserer unmittelbaren Umgebung sind. Entspannung findet man nicht im Gewerbegebiet, sondern im Wald, im Park oder in bunten strukturreichen Kulturlandschaften. Durch den reduzierten Verkehr, auch Luftverkehr, waren die Ruhe und ungewohnte Stille sehr wertvoll, viele Menschen haben wieder den Gesang der Vögel und die Geräusche der Natur wahrgenommen.“, sagt Richard Mergner, Landesvorsitzender des BUND Naturschutz.

  • Meiden Sie touristische Hotspots – entdecken Sie die Sensation im Kleinen: Wer sich dieses Jahr für Urlaub zu Hause entscheidet, sollte die Zeit nicht für die Abarbeitung von To-Do Listen der bekanntesten Reiseziele in Bayern nutzen, sondern seine nähere Umgebung erkunden, auch hier gibt es noch viel Unbekanntes. In den Hotspots ist mit Massentourismus zu rechnen, der vom Verkehrschaos bis hin zu starker räumlicher und zeitlicher Belastung vieler Arten zahlreiche negative Wirkungen hat.
  • Bleiben Sie mehrere Tage in ihrer Urlaubsregion: Ab morgen sind Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Campingplätze in Bayern wieder geöffnet. Im Gegensatz zum Tagestourismus lohnt sich die Anreise mehr, kann man die Urlaubsregion vielfältiger und entspannter erkunden und somit hat auch die lokale Wirtschaft mehr davon.
  • Nutzen Sie zur Anreise Bahn und Bus unter Einhaltung der entsprechenden Schutzvorschriften, denn es ist auf Grund der internationalen Reisebeschränkungen gerade in Urlaubsregionen mit einem besonders hohen Verkehrsaufkommen zu rechnen.
  • Respektieren Sie in ihren Zielregionen die Empfehlungen und Gebote der Besucherlenkung, v.a. in Schutzgebieten. Gerade in Nationalparks oder Naturparks sind diese veröffentlicht. Bitte bleiben sie grundsätzlich auf Wegen. Viele Tiere sind gerade jetzt damit beschäftigt, ihre Jungen aufzuziehen oder eine zweite Brut auszubrüten, sie sind jetzt besonders störanfällig. Und auch die schöne Blumenwiese und mit ihr die Insekten leiden unter dem Tritt von zu vielen Menschen.

Weitere Tipps finden Sie in beiliegendem Papier.

Für Rückfragen

Martin Geilhufe
Landesbeauftragter
Tel. 09 11 / 8 18 78 25
martin.geilhufe@bund-naturschutz.de