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„Wir haben es satt“ – auch in Niederbayern!

Nach der großen bundesweiten „Wir haben es satt“-Demo am 20. Januar in Berlin haben eine Woche später rund 2000 Bürger in Passau gegen Massentierhaltung, Agrarfabriken und Glyphosat demonstriert. Unter dem Motto „Wir haben es satt – auch in Niederbayern“ traten sie für eine Agrarwende hin zu einer bäuerlichen Landwirtschaft und fairen Preisen ein.

Karl Haberzettl, Kreisvorsitzender des BN Passau und Mitglied des BN-Landesvorstands, forderte ein Verbot von Glyphosat.

Rund 2000 Bürger demonstrierten in Passau für eine Wende zu einer ökologischeren und bäuerlichen Landwirtschaft.

30.01.2018

Mit dabei waren neben vielen Aktiven des BUND Naturschutz auch Imker, Biobauern und Kommunalpolitiker, unter anderen Passaus zweiter Bürgermeister und Bezirksrat Urban Mangold. Die Demo fand zeitgleich mit einem Besuch des designierten bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder in Passau statt. Der Demonstrationszug führte vom Klostergarten zum Passauer Berufsschulzentrum, wo sich der Minister beim Jahresempfang der CSU aufhielt und ihm die Demonstranten eine Resolution überreichten.

Karl Haberzettl, Kreisvorsitzender des BN Passau und Mitglied des BN-Landesvorstands, sprach das das massive Insektensterben an und forderte, den Einsatz von Pestiziden deutlich einzuschränken und Glyphosat zu verbieten. In diesem Zusammenhang forderte Haberzettl auch den Rücktritt von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, der auf EU-Ebene in einem skandalösen Alleingang für eine verlängerte Zulassung von Glyphosat gestimmt hatte.

Die Initiatoren der Demo sind mit der Demo vollauf zufrieden. Umwelt, Natur, Mensch und Tier haben keine Zeit. Dem jahrzehntelangen „Weiter so“ hat die Demo auch in Niederbayern eine endgültige Absage erteilt.

Die Zwistigkeiten im Vorfeld der Demo zwischen Veranstaltern und Bauernverband taten der Demo keinen Abbruch – im Gegenteil, sie bereicherten sie. Jetzt ist ein Boden geschaffen, auf dem eine fruchtbare Diskussion mit sinnvollen und zukunftsorientierten Veränderungen folgen kann. Eine Rückkehr zur „bäuerlichen Landwirtschaft“ ohne Rückschritt, weg von chemiebelasteter Agrarpolitik und tierunwürdiger Massentierhaltung, gegen Insektensterben durch ein Verbot von Umweltgiften, weg von Gentechnik und gentechnischem Einsatz von Sojaimporten aus Südamerika hin zu Ressourcen schonendem Umgang aller Güter für den Erhalt unserer Umwelt und Natur und damit unserer Heimat.