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Wir waren für euch bei der COP26 in Glasgow

Eine Konferenz von und für den Globalen Norden - COP 26 "männlich, weiß, rückschrittlich", sagten Greta Thunberg und Laura Young über die COP26 in Glasgow. Wir haben uns viel von der Konferenz versprochen. Eindrücke von der Konferenz und was wir nun von der Politik fordern, hat unser LaVo Jonathan hier für uns zusammengefasst.

15.11.2021

Die UN-Klimakonferenz in Glasgow ist zu Ende. Die Ergebnisse sind enttäuschend. Unsere Beobachter*innen von der BUNDjugend vor Ort haben schon im Laufe der zweiwöchigen Verhandlungen immer wieder kritisiert, dass die Delegierten nicht bereit scheinen, die notwendigen weitreichenden Maßnahmen zu treffen, um das 1,5 Grad einzuhalten. Die Stimmen derjenigen, die heute und in Zukunft am meisten unter der Klimakrise leiden werden, wurden zu wenig gehört und kaum beachtet.

Unser Landesvorstandsmitglied Jonathan war in Glasgow dabei und fasst seine Eindrücke folgendermaßen zusammen: „Für mich hat sich Glasgow wie zwei unterschiedliche Realitäten angefühlt: Ein steriles und kaltes Konferenzgelände, wo in langen Versammlungsreihen über das Schicksal von Milliarden Menschen verhandelt wird. Auf der anderen Seite habe ich auch die menschliche Begegnung mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen und die aktivistische Energie beim gemeinsamen Protest erfahren“.

Auch wenn Glasgow wieder nicht der große Wurf war, den wir uns als Klimagerechtigkeitsbewegung erhofft hatten, werden wir nicht aufhören zu kämpfen. Denn es geht um 1,5 Grad, um unsere Zukunft, um ein lebenswertes Leben auf diesem Planeten, heute und in Zukunft. Es geht um Klimagerechtigkeit, und dafür lohnt sich unser Einsatz.

„Die Klimakonferenzen können nur so viel halten, wie die einzelnen Staaten umsetzen. Deshalb will ich mich noch stärker für klimagerechtes Umsetzen in Deutschland einsetzen“, zieht Jonathan sein Fazit und sendet damit auch eine Botschaft an die Verhandler*innen der Ampelkoalition.

Wir werden nicht leiser. Wir fordern SPD, Grüne und FDP auf, die kommende Legislaturperiode endlich schwerpunktmäßig zur Bekämpfung dieser existenziellen Klimakrise zu nutzen. Besonders der FDP wollen wir klarmachen: Wir haben kein Interesse an kurzfristigen Profiten. Wir fordern Mut zur sozial-ökologischen Transformation. Und dazu gehört der Kohleausstieg bis 2030, dazu gehört der Ausstieg auch aus Öl und Gas in den frühen 2030er Jahren, dazu gehört das Ende für den Verbrennungsmotor. Hört auf, das Verzocken unserer Zukunft als „Technologieoffenheit“ zu verschleiern!

Am Rande der COP26 in Glasgow haben BUNDjugendliche zusammen mit Vertreter*innen anderer Verbände die Forderungen der Jugend für Klimaschutz in Deutschland an Umweltministerin Svenja Schulze überreicht. Den vollständigen offenen Brief an die nächste Bundesregierung findet ihr hier: https://www.bundjugend.de/offener-brief-klimaschutz-cop26/.

Eindrücke von der COP26