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Ausstieg aus der Herbizidanwendung in der Landwirtschaft

In diesem Symposium wollen wir der Frage nachgehen, warum der Einstieg in den Ausstieg, nicht nur aus der Herbizidanwendung, in der Landwirtschaft notwendig ist, und wie er bewerkstelligt werden kann. Referenten sind: MdL Florian von Brunn (SPD); Max Kainz, TU München - Weihenstephan und Biobauer; Claus Kumutat, Präsident des Landesamtes für Umwelt; Josef Niedermaier, Biolandbauer; Markus Salomon, Sachverständigenrat für Umweltfragen, Berlin; MdL Angelika Schorer,(CSU) Vorsitzende des Landwirtschaftsausschuss in Bayern; MdL Gisela Sengl, Bündnis 90/Grüne; Ulrich Veith, Bürgermeister Mals/Südtirol; Prof.Dr.Hubert Weiger, BN Landesvorsitzender

Datum
16.04.2018 08:45 - 17:15

Ort
Freising, Bildungszentrum Kardinal-Döpfner-Haus, Domberg 27

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Senden Sie Ihre Anmeldung bitte bis 9.4.2018 an das Landwirtschaftsreferat und überweisen Sie den Tagungsbeitrag

Kontakt: Tel. 0911/81 878-21 oder Fax 0911/86 95 68 oder per Mail an landwirtschaft-wald@bund-naturschutz.de

Die Teilnahmegebühr für Verpflegung und Getränke beträgt 40 €. Bitte überweisen Sie den Betrag vorab auf unser Konto bei der Volksbank Regensburg mit dem Betreff Seminar Herbizidausstieg und Ihrem Namen. IBAN DE70 7509 0000 0000 6041 00
Bitte beachten Sie dass Ihre Anmeldung erst mit der Überweisung verbindlich wird.
Ermäßigung auf Anfrage möglich.

Traktor bei der Bodenbearbeitung Foto: Marion Ruppaner, BN

Der Einsatz von Herbiziden, insbesondere auch das wegen möglicherweise krebserregender Wirkung in die Kritik geratene Totalherbizid Glyphosat, hat zum Verschwinden nicht nur des von Landwirten unerwünschten Aufwuchses, sondern auch vieler Wildkräuter in der Agrarlandschaft geführt. Glyphosat steht stellvertretend für die Intensivierung der Land(wirt-)schaft, in der wegen des Kostendrucks die- scheinbar - billigsten Maßnahmen zur Beikrautregulierung gewählt werden. Bodenbearbeitung und Fruchtfolgemaßnahmen, wie sie der guten fachlichen Praxis entsprechen sollten, sind dabei ins Hintertreffen geraten. Doch die Kehrseite ist zum einen mangelndes Nahrungsangebot in der Feldflur, nicht nur für Bienen sondern auch z.B. für Schmetterlinge, Feldlerche oder Rebhuhn. Zum anderen gefährden die Rückstände der Ackergifte das Trinkwasser und die Gewässer mit ihren empfindlichen Organismen.

Programm:

ab 8.45 Uhr Registrierung und Kaffee/Tee

9.15 Uhr Begrüßung und Einführung: Marion Ruppaner, BN Agrarreferentin, Stephan Kreppold, Sprecher BN AK Landwirtschaft

9.30 Uhr "Umweltmonitoring in Bayern: Artenvielfalt, Gewässerbelastung, Analytik": Claus Kumutat, Präsident des Landesamtes für Umwelt

10.15 Uhr Umweltrisiken durch Pflanzenschutzmittel und Empfehlungen aus Sicht des SRU: Markus Salomon, Sachverständigenrat für Umweltfragen, Berlin

11.15 Uhr Forderung nach konkretem Herbizidausstieg in Bayerns Landwirtschaft - Was sagen die Parteien? Frau Angelika Schorer,(CSU) Vorsitzende des Landwirtschaftsausschuss in Bayern; Florian von Brunn (SPD); Gisela Sengl , Bündnis 90/Grüne; Moderation: Richard Mergner, BN Landesbeauftragter 

12.00 Uhr Ein Ausstieg ist möglich- Forderungen des BUND Naturschutz in Bayern: Prof.Dr.Hubert Weiger, BN Landesvorsitzender

12.15 Uhr Mittagspause

13.45 Uhr Umstieg auf herbizidfreie Landwirtschaft - Voraussetzungen, Maßnahmen, Folgen: Max Kainz, TU München - Weihenstephan und Biobauer

14.30 Uhr Diskussion

15.00 Uhr Kaffeepause

15. 15 Uhr: Mechanische Beikrautregulierung Erfahrungsbericht eines Maschinenerfinders und Praktikers: Josef Niedermaier, Biolandbauer

16.15 Uhr Gemeinde Mals in Südtirol: ein Dorf will pestizidfrei werden: Bürgermeister Ulrich Veith

17.00 Uhr Abschluss und Ausblick: Richard Mergner, BN Landesbeauftragter

17.15 Ende der Veranstaltung

Hinweis: um 19.00 Uhr zeigt das Kino am Domberg im Kardinal-Döpfner-Haus den Film: "Das Wunder von Mals" mit Filmgespräch mit dem Regisseur Alexander Schiebel und dem Bürgermeister von Mals, Ulrich Veith

Flyer zur Veranstaltung hier