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„Vom Klima-Notstand der Welt“: Von „Paris, 2015“ nach „Glasgow, 2021“ Update nach der Klimakonferenz COP26

Online-Vortrag mit Diskussion der Kreisgruppe München

16.12.2021 19:00 - 21:00

Vortrag mit Diskussion (Präsenz und Online)

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Referent: Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer bei Germanwatch e.V., Bonn Mitglied in Steuerungs- und Beratungsgremien u.a. von Klima-Allianz Deutschland, Stiftung Zukunftsfähigkeit, Munich Climate Insurance Initiative, atmosfair, (bis vor kurzem) Sustainable Finance-Beirat der Bundesregierung

Termin: Donnerstag, 16.12.2021, 19:00-21:00 Uhr

Ort: online und, insofern möglich unter Einhaltung der aktuellen Hygieneschutzmaßnahmen, im Münchner Zukunftssalon, Waltherstr. 29, Rückgebäude, 2. OG

Anmeldung: Eine Anmeldung ist erforderlich unter: https://www.protect-the-planet.de/event/2021-bals-klimakonferenz/

Programmflyer

Globale Krisen – wie die Klimakrise – erfordern international abgestimmtes Handeln. Doch globale Abkommen haben weder die notwendige Verbindlichkeit, noch – wenn es um Umverteilungsfragen geht – die notwendige Legitimität. Die Anläufe der Klimarahmenkonvention, des Kyoto-Protokolls und des gescheiterten Kopenhagen-Abkommens haben allesamt die gewünschten Ergebnisse nicht erreicht.

Die Architekt*innen des Pariser Klimaabkommens von 2015 (COP21) haben deshalb eine innovative „Theory of Change“ entwickelt, um das Problem besser zu lösen. Sie haben eine Governance-Struktur errichtet, die versucht, die Erwartungen in Politik, Wirtschaft, Finanzmarkt und Zivilgesellschaft anhand der wissenschaftsbasierten globalen Temperaturziele so zu koordinieren, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Aufwärtsspirale hin zur Zielerreichung steigt. Einzelstaaten sehen sich dem Erwartungsdruck der UN, der Wissenschaft, des Finanzmarktes, zunehmend der Justiz und – nicht zuletzt – der sich selbst erneuernden Energie der Zivilgesellschaft ausgesetzt. Wenn diese Teilsysteme und die Zivilgesellschaft sich wechselseitig dynamisieren, schafft dies die Chance für eine sich selbst beschleunigende internationale Transformation. Ob diese für COP26 schon ausreichend war?

26th UN Climate Change Conference of the Parties (COP26) in Glasgow, 31.10.-12.11.2021, die 26. Verhandlungsrunde der Staaten der Vereinten Nationen: Über die Umsetzung der auf COP21 in Paris, 2015, gesteckten und – gemäß internationalem Recht – völkerrechtlich vereinbarten Klimaziele: Erderhitzung unter +2,0oC, anzustreben aber weniger als +1,5oC. Noch sechs Wochen vor dieser COP26 hatte UN- Generalsekretär António Guterres eindringlich zu einem Ende des "Kriegs gegen unseren Planeten" aufgerufen; er forderte die bei einem UN-Treffen zur Klimakrise in New York versammelten Staats- und Regierungschefs Mitte September 2021 auf, endlich weitreichendere Maßnahmen zu ergreifen.

Die selbstgesteckten Ziele der COP26 sind begrenzt, aber relevant: Sicherstellung des globalen „Netto- Null“ an Treibhausgas-Emissionen bis zur Mitte des Jahrtausends; am +1,5oC-Ziel festhalten (was massive und schnelle Reduktionen erfordern würde); Vereinbarung von Anpassungsmaßnahmen, um Gesellschaften und natürliche Habitate zu schützen; Mobilisierung von Finanzmitteln (ab 2020 mindestens 100 Mrd. US$ pro Jahr), um Klimaschutz und -anpassung in den ärmsten Staaten zu unterstützen. Im Kern: Das Regelwerk von „Paris“ finalisieren, um es operational zu machen; und: Aktionen beschleunigen, einen nächsten Schritt organisieren, um die Klimakrise mittels Kooperationen zwischen Regierungen, Wirtschaft und
Zivilgesellschaften einzudämmen.

Und, was ist daraus geworden? Gab es Fortschritte gegenüber den früheren COPs? Welche Höhe- und Tiefpunkte gab es, was waren die Haupt-Verhandlungsstränge? Ging es eher um konkrete Maßnahmen oder doch „nur“ um Kompensationszahlungen? Wer waren die Hauptkontrahenten? Wie haben sich die Länder des globalen Südens, die aus Nahost, dann China, USA, Europa, wie hat sich Deutschland positioniert und verhalten? Was war die Rolle von Lobby´s, NGOs und Medien? Sind – außer Schlagzeilen – auch gewichtige Schritte gemacht worden? Was sind die konkreten Beschlüsse? Wie geht es nun weiter?

Fragen, die nur beantworten kann, wer dauerhaft dabei war (und dabei wenig Zeit zum Schlafen hatte…); wer die vorlaufenden COPs auch schon beobachtet hat; wer – wie Christoph Bals – als einzigartiger Kenner der internationalen Klimaverhandlungen aus der Zivilgesellschaft gilt: „Vom Klima-Notstand der Welt“ und den internationalen Bemühungen um die Rettung des +1,5oC-Limits!