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Wir haben es satt 2019

Auch dieses Jahr demonstrieren wir wieder gemeinsam mit vielen anderen Verbänden für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft, artgerechte Tierhaltung, Klimagerechtigkeit und gutes Essen. Je mehr Menschen teilnehmen, umso eindrucksvoller wird die Demo. Kommen Sie mit!

Datum
19.01.2019 12:00 - 15:30

Ort
Berlin

Gutes Essen, eine klimagerechte Landwirtschaft und der Erhalt der Bauernhöfe – das steht gerade auf dem Spiel. 2019 entscheidet die Bundesregierung bei der EU-Agrarreform maßgeblich mit, welche Landwirtschaft die EU Jahr für Jahr mit 60 Milliarden Euro unterstützt. Wir sagen: Schluss mit den Steuermilliarden an die Agrarindustrie! Der Umbau zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft kann nicht mehr warten.

Bei den Verhandlungen in Brüssel muss sich die Bundesregierung an die Seite der Bäuerinnen und Bauern stellen, die Tiere artgerecht halten, insektenfreundliche Landschaften schaffen und gutes Essen herstellen. Deswegen schlagen wir – die bunte, vielfältige und lautstarke Bewegung – mit unseren Töpfen Alarm für die Agrarwende! 

Ja zu bäuerlichen Betrieben und ein solidarisches Europa

Wir reihen uns ein in die globale Bewegung für Klimagerechtigkeit und fordern konsequenten Klimaschutz. Denn wir brauchen noch mehr bäuerliche Betriebe, die regionale und saisonale Lebensmittel erzeugen und mit lebendigen Böden helfen, das Klima zu schützen. EU-Agrargelder nur noch für umwelt- und klimaschonende Landwirtschaft!

Wir haben Respekt für die harte Arbeit, die Bäuerinnen und Bauern jeden Tag leisten. Doch die Politik lässt die Höfe im Stich. Über 100.000 Betriebe mussten bei uns in den letzten 10 Jahren dichtmachen. Gleichzeitig reißen sich außerlandwirtschaftliche Investor*innen mit EU-Subventionen immer mehr Land unter den Nagel. Die fatalen Folgen: Höfesterben und Monokulturen, Glyphosat und Artenschwund, Megaställe und Antibiotikaresistenzen. Stoppt die Subventionen an Agrarwüsten, Tierfabriken und Großgrundbesitz!

In vielen europäischen Schlachthöfen und Treibhausplantagen herrschen unwürdige Arbeitsbedingungen, damit Discounter und die Exportindustrie mit Dumpingpreisen immer größere Profite machen können. Im globalen Süden zwingt die EU vielen Staaten Freihandelsverträge auf und ruiniert mit Billigexporten dann Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern. Für uns ist klar: In einem solidarischen Europa sind gerechter Handel, Menschen- und Bauernrechte nicht verhandelbar!

Essen ist politisch!

Immer mehr Bäuerinnen und Bauern ackern ohne Glyphosat, halten ihre Tiere artgerecht und füttern gentechnikfrei. Immer mehr Menschen machen Foodsharing, sind Teil einer Solidarischen Landwirtschaft und entscheiden sich an der Ladentheke für gutes, handwerklich erzeugtes Essen aus der Region.

Agrarministerin Julia Klöckner darf sich nicht länger vor den Karren der Agrarlobby spannen lassen. Bei der EU-Agrarreform muss sie der Agrarindustrie endlich den Geldhahn zudrehen und eine Politik für Menschen, Tiere und Umwelt machen! Wir fordern:

  • Subventionen nur noch für umwelt- und klimaschonende Landwirtschaft!
  • Öffentliche Gelder nur noch für artgerechte Tierhaltung!
  • Mehr Unterstützung für kleine und mittlere Betriebe, die gute Lebensmittel für uns alle erzeugen!

Programm 

Seien Sie dabei, wenn wir dafür mit Zehntausenden im Berlin demonstrieren. Wenn sich bei der weltgrößten Agrarmesse „Grüne Woche“ und dem Agrarministergipfel alles um die Zukunft von Essen und Landwirtschaft dreht, fordern wir gemeinsam den Umbau der Landwirtschaft.

  • 8.30 Uhr: Traktoren-Demo zur Agrarministerkonferenz
  • 10:30 Uhr: Übergabe der bäuerlichen Protestnote beim Auswärtigen Amt
  • 12 Uhr: Großdemo "Wir haben es satt" am Brandenburger Tor
  • 13:30 Uhr: Kochtopf-Konzert am Auswärtigen Amt: Während drinnen Agrarminister aus der ganzen Welt im tagen, schlagen wir Alarm für eine zukunftsfähige Agrar- und Ernährungspolitik. Kochtopf und Ohrstöpsel nicht vergessen!
  • 14.30 Uhr: Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor: Zum Abschluss der Demo gibt es Redebeiträge aus der Bewegung, warmes Essen und Musik.
  • 15 bis 19 Uhr: Supp'n Talk - Aufwärmen, Vernetzen, Diskutieren mit Essen und heißen Getränken

Anreise

Unter anderem gibt es auch eine organisierte Anreise per Bus aus Nürnberg mit Zustiegsmöglichkeit in Lauf. Infos und Anmeldung unter landwirtschaft-wald@bund-naturschutz.de, Tel. 09 11 / 81 87 8 21. Abfahrt Nürnberg 5:30 Uhr; Zustiegsmöglichkeit in Lauf ca. 5:50 Uhr. Anmeldung unbedingt erforderlich!

Ob mit Bus, Bahn oder dem PKW bzw. eine Mitfahrgelegenheit - hier finden Sie alle Anreise-Möglichkeiten: www.wir-haben-es-satt.de/informieren/anreise