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Corona-Virus: Betreuung der Amphibienzäune

Trotz Corona-Krise und Ausgangsbeschränkungen kann die Betreuung von Amphibienschutzzäunen, das Einsammeln von Amphibien und der anschließende Zaunabbau an (fast) allen Wanderwegen weiter betrieben und abgeschlossen werden.

Stand: 31. März 2020

Amphibienaktionen weiter zulässig

Die tägliche Kontrolle der Amphibienzäune und die tägliche Kontrolle des Zauns aus Verkehrssicherungsgründen ist laut einer Auskunft des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege gemäß der Ausnahmeregelung der Ziffer 5g (Bewegung an der frischen Luft) der Allgemeinverfügung vom 20.03.2020 gestattet, insofern sie alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes ausgeübt wird. Darüber hinaus können im Einzelfall ehrenamtliche Tätigkeiten einen ungeschriebenen triftigen Grund darstellen, der das Verlassen der eigenen Wohnung legitimiert, bspw. wenn andernfalls nicht reversible Schäden für wichtige Rechtsgüter drohen.

Bei Fragen können Sie uns – auch am Wochenende – erreichen. Ihr Ansprechpartner ist Uwe Friedel, Tel. 01 73 / 8 05 85 63, uwe.friedel@bund-naturschutz.de

Abbau der Amphibienzäune

An den ersten Amphibienwanderstrecken wird beim Einsetzen warmer Witterung die Rückwanderung beginnen und der Zaun muss hierfür abgebaut werden. Überall dort, wo dies von den BN-Gruppen selber durchgeführt wird und sich aufgrund des Verbots, sich mit Personen von außerhalb des eigenen Hausstandes in der Öffentlichkeit aufzuhalten, nicht in gewohnter Weise erfolgen kann, empfehlen wir folgendes Vorgehen:

  • Überprüfen Sie, ob der Zaunabbau in mehreren Schritten statt wie bisher in einer gemeinsamen Aktion möglich ist. Dann kann ein- und dieselbe Person oder unterschiedliche Personen nacheinander den Zaun sukzessive abbauen / abtransportieren.
  • Wenn das nicht möglich ist: Zudecken oder Entfernen/Beseitigen der Eimer/Löcher UND den Zaun für die erwachsenen Tiere und die Jungtiere auf der Rückwanderung durchgängig machen! Je nach System kann dies durch Niederlegen des Zauns oder durch Hochheben des Zauns (Steine oder Stöcke unterlegen, Entfernen der Befestigung am Boden) erfolgen. Das Niederlegen oder Hochstellen muss nicht auf der gesamten Zaunlänge erfolgen, es ist ausreichend, wenn in angemessenen Abstand Durchschlüpfmöglichkeiten für die Tiere gegeben sind.
  • Dabei ist unbedingt zu beachten, dass der Zaun trotz des Durchgängigmachens stabil steht/liegt und nicht z.B. von Windböen auf die Straße geweht werden kann.
  • Überprüfen Sie unbedingt regelmäßig bis zum Abbau die Verkehrssicherheit des Zaunes.

 

Es ist möglich, dass einzelne Straßenmeistereien bald nur noch Notdienst fahren. In diesem Fall könnte es zu einem verfrühten oder verspäteten Abbau von Zäunen kommen. Achten Sie im Fall eines verspäteten Abbaus bitte darauf, dass der Zaun rechtzeitig zur Rückwanderung der Hüpferlinge (junge Amphibien) durchgängig gemacht wird. Legen Sie dabei notfalls selber Hand an (sh. oben).