Durchsuchen Sie unser Wissen

Zur Startseite

Aktionen

Eichhörnchen beobachten und melden

Themen

  • Übersicht

Tiere und Pflanzen

Über uns

Presse+Aktuelles

Wartaweiler Gespräche und BUND Naturschutz-Sommerfest am 22. Juli 2017

Gemeinsam die Kehrtwende einleiten

Die 10. Wartaweiler Gespräche mit Prof. Dr. Reinhold Leinfelder standen unter dem Thema „Das Zeitalter des Anthropozän und die Notwendigkeit einer großen Transformation“.

Der Mensch treibt den Planeten mit immer schnellerem Tempo an die Belastungsgrenzen. Längst ist klar, dass wir zu klimaverträglichen Lebensstilen und einer postfossilen Wirtschaftsweise kommen müssen. Tatsächlich läuft jedoch die Umsetzung der Energiewende eher schleppend. Windkraftgegner sehen Naturschutz vom Umweltschutz ausgehebelt, das Artensterben ist ungebremst und Wissenschaftsskeptizismus sowie "alternative Fakten" bekommen zunehmend Oberwasser.
Prof. Dr. Leinfelder stellte bei den Wartaweiler Gesprächen ein Konzept vor, das ein Umdenken in Wirtschaft und Gesellschaft ermöglichen soll. Aus Sicht des Geologen und Paläontologen leben wir in einem besonderen Zeitalter, dem Anthropozän. Die Menschheit hat die Erde schon zu etwa drei Vierteln umgewandelt und ist zu einem wesentlichen Treiber des gesamten Erdsystems geworden. Dieses Zeitalter zeichnet sich zum Beispiel dadurch aus, dass neue Technofossilien, wie Partikel aus Plastik, Beton, elementarem Aluminium, industrielle Flugasche und radioaktive Niederschlägen überall auf der Welt das gesamte Sedimentationsgeschehen charakterisieren.
Angesichts der globalen Probleme, wie Klimawandel, Artensterben und Ressourcenknappheit, ist es notwendig, dass wir grundliegend umsteuern. Diese „große Transformation“ von Wirtschaft und Gesellschaft wird in ihrem Ausmaß ähnlich umwälzend, wie die neolithische oder die industrielle Revolution sein. Deshalb sind alle gesellschaftlichen Kräfte aufgerufen, miteinander zu kooperieren. Dies kann nur im Sinne einer völlig neuen Sichtweise auf das Erdsystem gelingen. Wir, so der Wissenschaftler, sind nicht von einer "externen" Umwelt umgeben, sondern ein integrativer Teil dieses Systems. Wir leben in einer "Unswelt".

Noch ist es Zeit unsere Zukunft gemeinsam zu gestalten.



Rette die Welt... zumindest ein bisschen

Das Naturschutz- und Jugendzentrum Wartaweil zeigte von 29.04. bis 21.05.2017 eine Ausstellung der Verbraucherzentrale Bayern zum Thema Ressourcenschutz.

Verschiedene Stationen luden die Besucher ein, dem Verbrauch von Wasser, Rohstoffen oder Energie im Alltag auf die Spur zu kommen. Sie konnten den „ökologischen Rucksack“ aufsetzen und erspüren, wie schwer die tägliche Ressourcennutzung wiegt. Die Gäste erfuhren auch, welche wertvollen Rohstoffe in den „Schubladenhandys“ schlummern und wie sich dieser Rohstoffschatz heben lässt. Auch wie man jede Menge Verpackungsmüll einspart und was sich hinter dem Begriff „virtuelles Wasser“ verbirgt, zeigte die Ausstellung.

 

Weitere Informationen:

In Deutschland liegt der Verbrauch an Ressourcen ohne den Wasserverbrauch im Jahr bei 40 Tonnen pro Kopf. Das entspricht dem Gewicht von acht Elefanten. Mit Vergleichen wie diesem vermittelt die Ausstellung eine Vorstellung, um welche Dimensionen es sich handelt. „Schnell wird klar, welchen Preis Menschen und Umwelt für den Ressourcenhunger unseres Lebensstils zahlen“, so Axel Schreiner, Leiter des Naturschutz- und Jugendzentrums.

Was erwartet die Ausstellungsbesucher noch? Unter dem Motto „Hier geht’s um die Welt“ erfahren sie an einer Audiostation, was der Ressourcenverbrauch hierzulande für Menschen in Bolivien, Ghana und anderen Ländern bedeutet. Und am „Lebenden Buch“ kann jeder testen, wie ressourcenfit er ist. Für den Leiter des Naturschutz- und Jugendzentrums, Axel Schreiner, passt die Ausstellung der Verbraucherzentrale Bayern zum Ressourcenschutz sehr gut zu den Zielen des Naturschutzzentrums. „Wir wollen Wissen lebendig vermitteln und ein Bewusstsein schaffen für die Rolle des Menschen als Teil und Gestalter seiner Umwelt.“


 


Ornithologische Tage 2017

Auch dieses Jahr luden wir wieder Kinder und Jugendliche, die ihre Kenntnisse und praktische Fähigkeiten vertiefen wollen, zu unserem Seminar ein:

vom 01. bis 03.03.2017 im Naturschutz- und Jugendzentrum Wartaweil

Wir tauchten in die vielfältige Welt der Zugvögel am Ammersee und Starnberger See ein, besuchten das berühmte Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen und diskutierten über Ursachen des Artenrückgangs (z.B. Plastikmüll).


EMIL - No waste lifestyle

"Leben ohne Müll" - der Multiplikatoren-Workshop des EMIL–Netzwerks Umwelt und Bildung im BUND Naturschutz

vom 10. bis 11.02.2017 im Naturschutz- und Jugendzentrum Wartaweil

Jede alltägliche Handlung wie der Kauf eines T-Shirts, das Essen eines Steaks oder Fahren mit dem Auto trägt dazu bei, Land, Wasser und Rohstoffe zu verbrauchen und Treibhausgase auszustoßen. Unser verschwenderischer Umgang mit natürlichen Ressourcen ist die Hauptursache für Klimawandel und Verlust der Artenvielfalt.
Derzeit werden mehr als 55 Prozent der Abfälle in Europa auf Deponien oder in Verbrennungsanlagen entsorgt. Mit dieser Form der Entsorgung vernichten wir nicht nur wertvolle Ressourcen, sondern auch die Chance, zahlreiche Arbeitsplätze zu schaffen.