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Wartaweiler Gespräche und Verleihung der Bayerischen Naturschutzmedaille

Bei den 12. Wartaweiler Gesprächen am 26.10.2019 waren die Unternehmerin Barbara Scheitz und der Landschaftsökologe Alfred Ringler zu Gast.

Unsere Landschaft muss wieder artenreicher werden! Nachdem sich im Frühjahr dieses Jahres mehr als 2,7 Millionen Bürgerinnen und Bürger für mehr Artenschutz in Bayern ausgesprochen haben, sind nun konkrete Konzepte und Maßnahmen gefordert. Mit allen Lebensräumen und Umweltgütern ökologisch zu arbeiten – diese Maxime ist Grundlage des Wirtschaftens der Andechser Molkerei Scheitz. Die Inhaberin und Geschäftsführerin des Familienunternehmens, Barbara Scheitz, sprach bei den Wartaweiler Gesprächen über „Bioökonomie - Option für die Zukunft? BIO- Diversität, ÖKO Landbau und regionale Klimaentwicklung“. Nach den Vorgaben des Volksbegehrensgesetzes „Rettet die Bienen“ muss der Anteil der Ökolandbaufläche in Bayern von derzeit 11 Prozent bis 2030 auf 30 Prozent steigen. Damit es mehr werden können, muss auch der Absatz steigen. Verarbeitende Familienbetriebe wie die Andechser Molkerei nehmen hier eine Schlüsselstellung ein. Barbara Scheitz zeigte auf, wie regionales Handeln zu mehr Artenschutz und mehr Klimaschutz führt, und damit global wirkt. „Wir brauchen mehr Bio für Bayern und freuen uns, dass die Inhaberin eines Pionierunternehmens aus der Nachbarschaft in das Umweltbildungszentrum des BN kommt,“ so Richard Mergner, Landesvorsitzender des BUND Naturschutz.

Als zweiter Höhepunkt der Veranstaltung wurde die Bayerische Naturschutzmedaille an den Rosenheimer Biologen Dr. Alfred Ringler verliehen. Alfred Ringler ist einer der besten Kenner der Almkultur im gesamten Alpenbogen. Er ist Experte für die Auswirkungen der Nutzung auf alpine Ökosysteme und für Biotopvernetzung in der Landschaft. Außerdem ist er Autor mehrerer Bücher. Unter anderem hat sein Buch „Gefährdete Landschaft – Lebensräume auf der Roten Liste“ mit Bilderpaaren, fotografiert von genau demselben Standort im Abstand von vielen Jahren oder Jahrzehnten, die die Landschaftsveränderung eindrücklich dokumentieren, große Aufmerksamkeit erregt. Er stellte die Frage „Nach dem Volksbegehren – Landschaft neu denken - Was lernen wir aus den Fehlern der Vergangenheit für einen neuen Umgang mit der Landschaft?“


10. Bayerisches Kinder-Klima-Camp 2019 "Hilfe für Schmetterlinge & Co"

Wie leben eigentlich Insekten und was hat ihre Vielfalt mit der Landwirtschaft zu tun? Wozu brauchen wir Insekten überhaupt – oder könnte man so lästige Tiere wie Mücken nicht einfach beseitigen? Wie gestaltet man einen insektenfreundlichen Garten? Diese und viele weitere Fragen waren zentraler Bestandteil des diesjährigen Kinder-Klima-Camps zum Thema "Hilfe für Schmetterlinge & Co". Vom 02. bis 05. Juli 2019 kamen 24 Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Schulen zusammen, um vier Tage lang am Ammersee zu zelten, an Workshops teilzunehmen und schließlich mit ihrem neugewonnenen Wissen und Fragen die Thematik mit Vertretern aus Politik, Naturschutz und Landwirtschaft bei der Kinder-Klima-Konferenz zu diskutieren.

Das Camp begann nach dem Aufbau der Zelte mit einer kurzen Einführung, bevor die Kinder bei einem Lernzirkel Grundlegendes über Insekten und ihre Bedeutung für Mensch und Natur lernten. In einem anschließenden Spiel schlüpften sie selbst in die Rolle von Wildbienen und erlebten dabei, wie der Mensch diese gefährdet. Außerdem wurde der Umgang mit Bestimmungsbüchern geübt, eine gute Übung für den nächsten Tag, an dem bei einer Exkursion die verschiedenen an einer Wiese lebenden Arten bestimmt wurden. Hierbei wurde deutlich, wie viel größer die Artenvielfalt auf extensiv bewirtschafteten Flächen im Vergleich zu intensiv bewirtschafteten ist, auf denen die Teilnehmer fast nur Heuschrecken entdeckten. Der zweite Programmpunkt des Tages war der Bau eines Insektenhotels und das Anlegen einer Blumenwiese, wobei die Kinder lernten, wie man Insekten mit diesen Maßnahmen tatsächlich schützt anstatt ihnen zu schaden. Dieses neugewonnene Wissen gaben sie am Donnerstag an die Erwachsenen weiter, die gekommen waren, um bei der Kinder-Klima-Konferenz die Fragen der Kinder zu beantworten. Vor der Konferenz spielten Kinder und Erwachsene gemeinsam einige thematisch passende Spiele, bevor die Teilnehmer ein am Vormittag erarbeitetes Theaterstück vorspielten, das am nächsten Tag noch einmal den Eltern vorgeführt wurde.