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Luftverkehr: subventioniert zulasten des Klimas

Fliegen ist die energieintensivste Art der Mobilität. In kürzester Zeit große Distanzen zu überwinden, geht nur bei großem Energieeinsatz. Die dabei entstehenden Emissionen führen zu erheblichen Klimaschäden - subventioniert durch unser Steuergeld. 

Foto: EdStock/iStockPhoto.com

Die CO2-Emissionen des Luftverkehrs tragen bereits jetzt etwa zu fünf Prozent zur globalen Erwärmung bei. CO2 ist zudem nicht das einzige Treibhausgas, das Flugzeuge ausstoßen. Durch die direkte Eintragung insbesondere von Stickoxiden und Wasserdampf in hohe Luftschichten entstehen laut dem Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) Klimawirkungen, die zwei- bis fünfmal höher sind, als die durch CO2. 

Der Flugverkehr, der vom Flughafen München ausgeht, ist schon ohne die dritte Startbahn der größte Klimakiller in Bayern. Er ist jedes Jahr für 7,5 bis 10 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente verantwortlich. Das ist ein Zehntel des Gesamtausstoßes in Bayern.

Gleichzeitig wird der Luftverkehrssektor in Deutschland mit zehn Milliarden Euro pro Jahr subventioniert, indem Kerosin von der Energiesteuer und internationale Flüge von der Mehrwertsteuer befreit werden. Hinzu kommt, dass viele Flughäfen ohne Steuergelder der Länder und Kommunen längst pleite wären und die meisten Billigflieger nicht fliegen würden. Die Einführung der Luftverkehrssteuer 2011 war ein erster Schritt zum Subventionsabbau. 

Der BUND Naturschutz fordert

  • Subventionsstopp
  • Mineralölsteuer für Kerosin
  • Umstieg auf die Schiene statt Kurzstreckenflüge
  • Reduzierung der Lärmemissionen
  • Nachtflugverbot
  • Keine Flughafenerweiterungen