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Mehr Verkehr auf die Schiene

Nachhaltige Mobilität ist unmöglich ohne eine gute Bahn. Die Klimaschutzziele werden verfehlt, wenn es nicht gelingt, Verkehr konsequent auf die Schiene zu verlagern. Aufgrund der gegenüber Auto und Flugzeug geringeren Schadstoffemissionen gehört die Bahn zu den umweltfreundlichen Verkehrsmitteln. Deshalb ist ein attraktives Verkehrsangebot mit Bus und Bahn auch im ländlichen Raum ein wichtiges Ziel.

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Der bayernweite Bahnausbau kommt seit Jahren jedoch kaum voran. Während jährlich mehr Finanzmittel für den geplanten zweiten Münchner S-Bahn-Tunnel reserviert werden, fehlt die Finanzierung für viele dringend notwendige Bahn-Infrastrukturprojekte in ganz Bayern. Eine erheblich günstigere zweite Münchner S-Bahn-Stammstrecke über den Südring würde Mittel für viele Projekte in der Fläche Bayerns freimachen. Der BUND Naturschutz hat daher ein Konzept erarbeitet, wie diese Mittel investiert werden können, damit ganz Bayern profitiert.

Brenner Nordzulauf

Nach aktueller Planung wird der Brenner-Basistunnel (BBT) 2027 in Betrieb gehen. Damit treten auch die Planungen für den Aus- und Neubau einer Zulauftrasse über Rosenheim und Kiefersfelden bis zur Bundesgrenze nach Österreich in ein neues Stadium ein. Die Ausbau- bzw. Neubaustrecke München - Rosenheim - Kiefersfelden - Grenze D/A (- Kufstein) ist im neuen Bundesverkehrswegeplan 2030 im vordringlichen Bedarf mit Engpassbeseitigung.

Der BUND Naturschutz Bayern hat Positionspapier die wichtigsten Forderungen für den Brenner Nordzulauf zusammengestellt.

Der BUND Naturschutz lehnt den Bau einer neuen Trasse für den Brennernordzulauf München – Rosenheim – Kufstein derzeit ab, da auf der Bestandstrasse genügend Kapazitäten für eine Verkehrsverlagerung vom LKW auf die Schiene vorhanden sind. Der Lärmschutz auf der gesamten Bestandsstrecke zwischen München und Kiefersfelden muss auf den Stand einer Neubaustrecke angehoben werden. Der BN verschließt sich aber nicht einer Debatte über eine Neubau-Trasse im Inntal, falls mit verbindlichen verkehrspolitischen Maßnahmen (Maut etc.) nachgewiesen werden sollte, dass ein Bedarf von deutlich über 300 Zügen pro Tag bestehen sollte oder die Belastung der Anwohner an der Bestandsstrecke zu hoch wird. Daher nimmt der BN weiter am Planungsdialog teil.