MenuBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Klima- und Naturzerstörer Autoverkehr

Der Verkehr auf Bayerns Straßen wächst beständig an. Immer mehr Fahrzeuge legen immer mehr Kilometer pro Jahr zurück und eine Umkehr dieses Trends ist nicht abzusehen. Doch der Straßenbau ist keine Lösung für die wachsenden Verkehrsprobleme. Er bringt insgesamt keine Entlastung der Menschen, sondern noch mehr Lärm und Abgase, die unsere Gesundheit ebenso schädigen wie das Klima. 

Neue Autobahnen lassen den LKW- Transitverkehr durch Bayern weiter wachsen. Wichtiger als neue Straßen wäre die Instandhaltung des bestehenden Straßennetzes und die Stärkung von Bus und Bahn. Doch in Bayern sollen immer noch tausende Kilometer Autobahnen, Bundes- und Staatsstraßen für Hunderte Millionen Euro neu gebaut werden. Damit sind viele bayerische Heimatlandschaften und Juwele des Natur- und Artenschutzes bedroht. Die Erholungsmöglichkeiten auch in allen Regionen des Landes werden zunehmend eingeschränkt.

Deswegen setzt der BUND Naturschutz auf ein intelligentes Verkehrskonzept, auf attraktive Bahnen und Busse, sichere Fuß- und Radwege und Zug um Zug auf die Verlagerung der Güter auf die Bahn. Als Alternative zu neuen Autobahnen und Schnellstraßen können regional angepasste Straßenausbaulösungen und Verkehrsberuhigungen die Belastung von Mensch und Umwelt verringern helfen.

Zerstört die Heimat nicht durch Zuschüsse!

Zuschüsse führen oft zu überdimensionierten Straßenbauprojekten. Daher hat der BN Vorschläge für zukunftsfähige Zuschussrichtlinien für den kommunalen Straßenbau entwickelt.

Kostensteigerungen bei Prestige-Verkehrsprojekten

Bayerische Verkehrsprojekte weisen nach einer aktuellen BN-Studie gravierende Kostenexplosionen auf. Der BN fordert statt des Neubaus von immer mehr Straßen die Instandhaltung des bestehenden Wegenetzes.

Straßenbau ohne Bedarf im Kelbachgrund bei Ebensfeld

Pressetermin vor Ort, Foto BN

Der Freistaat Bayern plant und baut manchmal ohne Sinn und Verstand: Für die Staatsstraße 2187 bei Ebensfeld im idyllischen Kelbachgrund soll für sehr wenige Autos eine 2,2 Kilometer lange Neubautrasse entstehen - und dabei viel landwirtschaftliche Fläche sowie schützenswerte Natur verschwinden. Der BUND Naturschutz setzt sich für schonendere Alternativen ein.

Frankenschnellweg

Foto: Hans Luntz

Gesundheitliche Belastungen, mehr Lkw-Verkehr in der Stadt, falsche Verkehrspolitik: Viele Gründe sprechen gegen den Ausbau des Frankenschnellwegs - zumal es bessere und kostengünstigere Alternativen gibt.