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Wald


BN fordert Reform der Forstreform

Im Staatswald muss Gemeinwohl vor Gewinn stehen.

Nach der Landtagswahl 2003 setzte die Bayerische Staatsregierung eine Forstreform durch, die die grundsätzlich bewährte Forstverwaltungsstruktur total veränderte. Mit den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) bewirtschaftet seitdem eine Anstalt öffentlichen Rechts gewinnbringend den Staatswald, der 10 Prozent der Landesfläche Bayerns umfasst.

Begründet wurde die Forstreform mit besserer Kontrolle, höherer Effizienz, weniger Bürokratie und einem Gewinn statt des sogenannten Defizits. Zur Landtagswahl 2008 ist nun die Forstreform kritisch zu bilanzieren. Bis auf den Gewinn, der vorrangig dem hohen Holzpreis geschuldet ist, sind die positiven Entwicklungen nicht eingetreten, die die CSU-Staatsregierung erwartet hat.

Stattdessen sind systematische Fehlentwicklungen eingetreten und es treten immer mehr Defizite zu Tage, die von den Bürgerinnen und Bürgern sowie von zahlreichen Verbänden kritisiert werden. Die neu zu wählende Staatsregierung wird deshalb aufgefordert, die Forstreform in entscheidenden Punkten zu korrigieren.

„Als zentraler Punkt ist dabei im Waldgesetz zu verankern, dass die Gemeinwohlfunktionen im Staatswald in Konfliktfällen Vorrang vor dem Gewinn bekommen müssen“, fordert der Hubert Weiger, Landesvorsitzender des Bundes Naturschutz (BN). Vorstand und Aufsichtsrat haben dafür Sorge zu tragen, dass dies in den Konzepten und in der Umsetzung vollzogen wird.


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