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Reaktion auf die Aktivitäten der Staatsregierung, den Geschützten Landschaftsbestandteil wieder auszuhebeln

Pressemitteilung Nr. 068-15: Schutzgebietsaufhebung wäre Rechtsverstoß-BN kritisiert Aufhebungsverfahren für Ebracher Schutzgebiet:

Der BUND Naturschutz in Bayern (BN) hat in einer umfangreichen Stellungnahme zum Aufhebungsverfahren des Waldschutzgebietes „Der Hohe Buchene Wald im Ebracher Forst“ die geplante Aufhebung scharf kritisiert. „Die beabsichtigte Auflösung ist weder rechtlich noch naturschutzfachlich zu begründen“, so Hubert Weiger, Landesvorsitzender des BN. „Mit einem Gutachten können wir aufzeigen, dass die Abgrenzbarkeit gegeben ist“, so Richard Mergner, BN-Landesbeauftragter. „Unsere Überprüfung weiterer 30 Schutzgebiete beweist zudem, dass die Abgrenzung im Hohen Buchen Wald in vollem Umfang der geübten Verwaltungspraxis in Bayern und anderen Bundesländern entspricht.“ Ebenso sind eine Schutzwürdigkeit und eine Schutznotwendigkeit gegeben. Bei einer Auflösung des Schutzgebietes droht der Einschlag dicker Altbäume im großen Stil, die noch zu tausenden im Schutzgebiet vorkommen. Die Angaben des Forstbetriebes Ebrach zum Schutzgebiet erweisen sich in etlichen Punkten als falsch und irreführend. „Wir halten dieses Verfahren für rechtswidrig und rein politisch motiviert“, so Peter Rottner, BN-Landesgeschäftsführer und Verwaltungsjurist. „Wir werden deshalb nicht zögern, bei einer Aufhebung der Verordnung, die Gerichte zu bemühen und gemäß der EU-RL 35/2003 und Art. 9 der Aahrus Konvention zu klagen.“ weiter ...

Die ausführliche Stellungnahme des BN zur Schutzgebietsaufhebung, das Kurzgutachten zum Vorwurf der mangelnden Abgrenzbarkeit des GLB von Dr. Georg Sperber, den Nachweis, dass auch andere GLBs an Landkreisgrenzen liegen, den Nachweis, dass auch andere GLBs optisch schwer abgrenzbar sind und Beispiele für GLBs in anderen Bundesländern können wir Ihnen leider nicht im Internet zur Verfügung stellen, weil Kartenrechte ungeklärt sind. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an landwirtschaft-wald@bund-naturschutz.de vielen Dank.

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