Lieber Karpfen statt Scholle
BUND: Auf bedrohte Fischarten verzichten
BUND/Berlin: Von Jahr zu Jahr steigt die Nachfrage nach Shrimps und exotischem Fisch. In Europa wurden 1980 pro Kopf rund 400 Gramm Krabben und Garnelen verzehrt, jetzt sind es schon mehr als ein Kilo pro Jahr.
Um den stetig wachsenden Bedarf nach Shrimps und Garnelen zu bedienen, werden beispielsweise in Asien und Südamerika Aquakulturen angelegt, die laut Welternährungsorganisation (WHO) mit dazu beitragen, dass inzwischen schon die Hälfte der wertvollen Mangrovenwälder von der Erde verschwunden sind. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rät deshalb, auf tropische Shrimps sowie auf Lachs aus Aquakulturen zu verzichten. Das zur Aufzucht in Aquakulturen und Fischfarmen verwendete Fischmehl beschleunigt das Leerfischen der Ozeane, hinzugefügte Wachstumshormone und Antibiotika bringen zusätzliche Gesundheitsrisiken mit sich.
Der BUND ruft dazu auf, den Verzehr von bedrohten Fischarten einzustellen. Dazu gehören Alaska-Seelachs, Schillerlocke vom Hai, Seeaal, Scholle, Heilbutt, Rotbarsch und andere. Der BUND empfiehlt stattdessen heimische Fische wie Forelle, Karpfen oder Hecht zu probieren, die in Geschmack und Nährwert den Meeresfischen nicht nachstehen. Fischwaren, die das Öko-Siegel “MSC“ tragen, entstammen laut BUND einer umweltfreundlichen Fischwirtschaft unter Bewahrung bestehender Ökosysteme und der Einhaltung internationaler Standards.
Redaktion: BUND-Pressestelle Rüdiger Rosenthal
|