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Umweltpolitischer Aschermittwoch: BN, LBV und Fischereiverband setzen Zeichen für nachhaltige Zukunft

Nicht nur die Parteien laden zu ihren Aschermittwochs-Veranstaltungen ein, auch die Umweltverbände beteiligen sich an diesem Brauchtum. Der politische Umweltaschermittwoch findet traditionell im Deggendorfer Kolpingsaal statt – dieses Jahr mit einer großen Themenbandbreite.

15.02.2024

Im gut gefüllten Saal gingen die Redner unter anderem auf die Bauernproteste und die Demos gegen Rechtsradikalismus ein, auf die Klima- und Biodiversitätskrise, die Energiewende sowie den Schutz der wichtigen Ressource Wasser. Für die musikalische Umrahmung mit bayerisch-böhmischer Blechmusik sorgten die „Deggendorfer Stadl-Musikanten“.  

Richard Mergner, BN-Landesvorsitzender: „Angesichts des Politikstils der letzten Monate mit populistischen Vereinfachungen und Übertreibungen bis hin zu Falschaussagen auch von höchsten Regierungsvertretern hat man leider den Eindruck, es wäre das ganze Jahr über Aschermittwoch. Dem BUND Naturschutz ist es ein besonderes Anliegen, die Demokratie vor ihren rechtsextremen Feinden und vor Populisten zu schützen, denn die demokratischen Instrumente sind für uns die Grundlage Natur und Umwelt und damit unsere Lebensgrundlagen vor einer Zerstörung zu bewahren.“

Dr. Norbert Schäffer, LBV-Vorsitzender: „Intakte Ökosysteme sind für uns Menschen lebensnotwendig, denken wir beispielsweise an Punkte wie Blütenbestäuber oder Bodenfruchtbarkeit. Gerade in Krisenzeiten brauchen wir eine reizvolle Natur für unser Wohlbefinden. Die bayerischen Bürgerinnen und Bürger haben mit dem Volksbegehren Artenvielfalt ‘Rettet die Bienen‘ die Politik 2019 zu konsequentem Handeln verpflichtet. Zum fünfjährigen Jubiläum werden wir genau prüfen, was wir erreicht haben und was noch nicht. Inmitten der Artenkrise dürfen wir bei unseren Anstrengungen nicht nachlassen."

Michael Kreiner, Präsident Fischereiverband Niederbayern e.V.: „Der Kampf ums Wasser hat längst begonnen. Wasserknappheit gefährdet Bäche, Flüsse, Auen und Moore. Gefährdete Lebensräume wirken negativ auf die Biodiversität. Diesen Kreislauf müssen wir gemeinsam als Gesellschaft durchbrechen. Die Politik muss endlich nachhaltig wirksame Rahmenbedingungen zum Wasser- und Gewässerschutz schaffen.“

Neben den drei Hauptrednern gab es ein Grußwort von Peter Aigner, Mitglied im Landesvorstand AbL Bayern. Zu den Bauernprotesten sagte er: „Aus meiner Sicht soll bei den aktuellen Traktor-Demonstrationen das falsche Schwein geschlachtet werden. Wir freuen uns zwar über die große Aufmerksamkeit, die der Landwirtschaft zukommt und die sie auch verdient hat, aber die Zielrichtung der Demonstrationen geht sowohl politisch wie sachlich in die falsche Richtung. Die Abschaffung der Dieselrückvergütung, die Großbetriebe einseitig fördert, wäre akzeptabel, wenn die freiwerdenden Mittel anderweitig für die bessere Ausstattung der Kulturlandschaftsprogramme und Maßnahmen zum Tierwohl verwendet würden.“