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Tipps: Kinderzimmer

 

Es strahlt und funkt im Kinderzimmer

Kinder- und Jugendzimmer sind heute oft hochtechnisch ausgerüstet: Eigenes, schnurloses DECT-Telefon, Fernseher, Computer (womöglich mit WLAN und Bluetooth), Spielekonsolen (womöglich im DECT-Standard), daneben Handy, Radiowecker, Leuchten, vieles mit dazu gehörenden elektronischen Netzteilen, vielleicht Elektroheizungen und in jedem Fall lose und/oder fest verlegte Leitungen.

Alle diese Geräte und ihre Zuleitungen senden ständig Hochfrequenzstrahlung aus und/oder sind von elek­trischen und magnetischen Feldern umgeben.

Experten warnen davor, die Risiken zu unterschätzen. Sie befürchten, dass eine dauerhafte Belastung Leukämie auslösen kann.

Eltern ist es meist nicht bewusst, dass ihre Kinder – umgeben von so viel Elektrik und Elektronik – beim Spielen, Lernen und Schlafen ständig dieser Strahlung ausgesetzt sind.

So kann das auch die Ursache für Gesundheitsprobleme unserer Kinder sein: Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Appetitlosigkeit, ADS, ...

Verantwortungsbewusste Eltern versuchen daher, aus dem Kinderzimmer möglichst viele E-Smog-Quellen zu entfernen.

Um Hinweise auf die Ursachen zu bekommen, hilft es oft, das Verhalten des Kindes bei Ortsveränderungen zu beobachten. Gesundheitliche Beschwerden der Kinder bessern sich häufig in weniger belasteten Räumen oder wenn sie generell weniger Belastungen ausgesetzt sind, wie z.B. im Urlaub oder bei Klassenfahrten.

Für Klein- und Vorschulkinder gibt die nebenstehende Broschüre gute Tipps.

 

Sehr gute Informationen gibt es auch bei Diagnose Funk zu vielen Funk-Anwendungen, die nicht nur unsere Kinder betreffen.

 

Was in dieser Häufung von Strahlenquellen wir Erwachsene erst im Laufe unseres Lebens zunehmend zu verkraften haben (auch hier mit unbekannten Folgen!), wirkt auf unsere Kinder u.U. schon vor der Geburt ein. Niemand kann uns sagen, welche Konsequenzen das in den nächsten Jahren für sie haben wird.

 

Deshalb ist Vorsorge das oberste Gebot, nicht nur für unsere Kinder:

Vermeiden, was zu vermeiden geht!

Halten Sie daher Dauerbelastung von Ihren Kindern fern:

  • Das Kinderzimmer mit Netzfreischalter versehen
  • Die Anzahl der elektrischen Geräte möglichst klein halten 
  • Keine Verwendung von WLAN/Bluetooth/DECT-Techniken in Kinderzimmern
  • Geräte nach unmittelbarem Gebrauch immer ausschalten, wenn möglich den Stecker ziehen oder die Geräte an eine abschaltbare Steckdosenleiste anschließen, deren Stecker so in der Wandsteckdose steckt, dass nach dem Abschalten kein Phasenprüfer mehr aufleuchtet..
    (Bei Geräten, die über eine elektronische Zeitangabe oder Programmierung verfügen, gehen voreingestellte Funktionen allerdings meistens nach einer Trennung vom Netz verloren.)
  • Den größtmöglichen körperlichen Abstand zu den Geräten wählen, ganz besonders in der Nacht.
    Das Smartphone unter dem Kopfkissen als Wecker ist gänzlich ungesund! Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, etc. können die Folge sein.

 

Was gut ist zu wissen:

 

Selbst das Bundesamt für Strahlung warnt inzwischen:

"Vorsorgen bei Babyphon, WLAN-Router und Handy

Sie alle nutzen Funkwellen – sogenannte elektromagnetische Felder – für die Datenübertragung. Grenzwerte beschränken die Belastung. Doch Kinder könnten empfindlicher reagieren als Erwachsene. Und sie werden ihr Leben lang mit diesen Techniken umgehen. Das Bundesamt für Strahlenschutz rät deswegen vorzusorgen und die Belastung so gering wie möglich zu halten. Wie das geht, ohne auf die Vorteile von Mobiltelefon und Babyphon zu verzichten, erklären die BfS-Fachleute in dem neuen Ratgeber. Schon beim Babyphon gibt es große Unterschiede. Bei Produkten mit dem Blauen Engel ist die Strahlung geringer als bei anderen Geräten. Wichtig: der Abstand verringert die Belastung. Das Babyphon sollte also so weit wie möglich vom Kinderbett entfernt stehen. Ein weiterer Tipp: Modelle mit Akkus sind nicht nur praktischer, sondern auch strahlungsärmer als solche mit Netzteil.

Handys sollten grundsätzlich aus dem Kinderzimmer verbannt werden.
Sie sind kein geeignetes Spielzeug für Säuglinge und Kleinkinder. Denn die stärkste Belastung im Alltag ist meist das Handy, wenn seine Antenne sendet – auch für Erwachsene. Telefonieren sollten Kinder mit dem Handy nur, wenn nötig. Besser ist das altbekannte Festnetztelefon mit Kabel. Auch bei Schnurlostelefonen ist die Belastung deutlich niedriger als bei Handys. Beim Kauf kann man von vornherein auf strahlungsarme Handys und Schnurlostelefone achten. WLAN-Access-Point, WLAN-Router und Basisstationen von Schnurlostelefonen kommen am besten in den Flur oder einen anderen Raum, in dem man sich nicht dauernd aufhält. Schlaf- und Kinderzimmer sind dagegen nicht geeignet.
WLAN-Router lassen sich außerdem abschalten, wenn man sie nicht benutzt. Besonders nachts ist das empfehlenswert."