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Mobilität statt Stau, ohne Mensch und Natur zu belasten

Der BN will die Verkehrswende: Mobilitätsbedürfnisse zu befriedigen, ohne neue Straßen, Start- und Landebahnen zu bauen, ohne Flächenverbrauch, Luftverschmutzung, Lärm und ausufernde Kosten in Kauf zu nehmen, das ist Ziel des BUND Naturschutz in Bayern.

Wohlstand und Mobilität ohne neue Straßen ist das Leitziel des BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN). Verkehrsprojekte, die Mensch, Umwelt und öffentliche Haushalte belasten, müssen vermieden werden. Ebenso wichtig ist die Verlagerung auf umwelt- und klimafreundliche Verkehrsmittel: von A wie (fußgänger- und fahrradfreundliche) Ampelschaltung bis Z wie Zugverkehr. Denn Verkehr schafft zahlreiche Probleme.


Warum sich der BN für die Verkehrswende einsetzt

Klimaschutz und Verkehr

Benzin und Diesel für Autos und Lastwagen werden zum größten Teil aus Erdöl gewonnen, ihre Verbrennung heizt das Klima an. In Bayern ist der Verkehrsbereich der größte Verursacher energiebedingter CO2-Emissionen (Stand 2016). Rund 40 Prozent gehen auf das Konto des Verkehrs, den größten Anteil daran hat der Straßenverkehr. Und die Emissionen nehmen weiter zu, für das zuletzt ermittelte Jahr 2016 auf über 30 Mio. Tonnen CO2.

Ohne Verkehrswende kann Deutschland seine Klimaschutzziele nicht erreichen, selbst wenn mehr Elektroautos auf den Straßen unterwegs sind. Denn auch die Energie für diese Antriebsform muss bereitgestellt werden, regenerative Energie für ineffiziente Fortbewegungsformen zu verschwenden ist nicht nachhaltig. Hinzu kommen die Emissionen für Straßenbau und Instandhaltung: Für den Klimaschutz muss der motorisierte Individualverkehr verringert werden.

Biodiversität und Verkehr

Der negative Einfluss des Verkehrs auf die Artenvielfalt ist nicht nur an toten Insekten auf der Windschutzscheibe abzulesen. Vielmehr stehen Flächenversiegelung, Zersiedelung und die Zerschneidung von Landschaften im Fokus. Die Lebensräume von Tieren und Pflanzen werden fragmentiert, Straßen werden zu tödlichen Barrieren, der genetische Austausch ist unterbrochen. Die Natur wird durch Abfälle, Abgase, Licht und Lärm beeinträchtigt, tierisches Verhalten wird gestört. Und schließlich wirken sich aufgrund globalisierter Waren- und Reiseströme eingeschleppte Tier- und Pflanzenarten negativ auf die heimischen Bestände ganzer Populationen aus. Mehr zum Thema Artenschutz

Flächenverbrauch und Verkehr

Rund ein Viertel des bayerischen Flächenverbrauchs entsteht durch Verkehrsflächen. Ob Autobahnerweiterung, Ortsumgehung oder Parkplatz: Neue Straßen brauchen Platz und führen meist zu noch mehr Verkehr, sei es in Form mehr gefahrener Kilometer, sei es durch Zersiedelung oder durch Neubau- und Gewerbegebiete „auf der grünen Wiese“. Mehr zu Flächenverbrauch und Verkehr

Gesundheitsbelastung, Lärm- & Lichtverschmutzung durch Verkehr

Insbesondere der motorisierte Straßenverkehr beeinträchtigt die Menschen durch Lärm, Feinstaub und Abgase. Nicht nur in dichtbesiedelten Städten wirkt sich dies auf die Gesundheit aus. Nach einer Umfrage des Umweltbundesamts fühlten sich 2018 drei Viertel der Deutschen von Straßenverkehr in ihrem Wohnumfeld belastet, rund 42 Prozent von Fluglärm. Eine ständige Geräuschbelastung verursacht Stress und kann krank machen. Besonders in Ballungsräumen führen darüber hinaus Feinstaub- und NOx-Emissionen zu Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislaufproblemen, wie es die aktuelle Debatte zur Überschreitung von Grenzwerten und möglichen Fahrverboten thematisiert. Und schließlich sehen Forscher auch einen Zusammenhang von Lichtverschmutzung und gesundheitlichen Problemen, die gerade in Städten zum Teil auf den Verkehr zurückzuführen sind.

Der motorisierte Verkehr nutzt nahezu ausschließlich fossile Energiequellen und trägt zum Klimawandel bei. Für Straßen und Parkplätze werden wertvolle Flächen versiegelt und Lebensräume zerschnitten, der Lärm etwa in Flughafennähe macht Anwohner krank, Abgase führen zu schlechter Luft. Dies sind nur einige Beispiele, die Liste ließe sich fortsetzen. Mit einer Verkehrswende müssen die Belastungen für Mensch und Natur gestoppt werden, doch bislang bleibt es bei Lippenbekenntnissen der Politiker: Auf die Vorhersagen einer Verkehrszunahme folgen regelmäßig Ausbaumaßnahmen, anstatt gegenzusteuern und zukunftsfähige Mobilitätskonzepte zu entwickeln.

Die neuen Straßenbauprojekte sollen Staus vermeiden und führen am Ende zu noch mehr Autoverkehr, dasselbe gilt für Gewerbe- und Neubaugebiete „auf der grünen Wiese“. Die Pläne für eine dritte Startbahn am Münchner Flughafen sind immer noch nicht abschließend aufgegeben. Der Ausbau eines attraktiven Bus- und Bahnnetzes kommt in Bayern kaum voran. Und trotz anhaltend schlechter Luft etwa in München, Würzburg, Nürnberg oder Augsburg bleiben wirksame Maßnahmen bislang aus – Stichwort Dieselskandal.

Der BN setzt sich auf verschiedenen Ebenen und mit unterschiedlichsten Mitteln für eine Verkehrswende in Bayern ein, die den Namen verdient. Neben sozialen und ökologischen Argumenten spielen dabei auch die Kosten eine wichtige Rolle: Die aktuelle Entwicklung macht volkswirtschaftlich keinen Sinn, mit neuer Infrastruktur, Wohnvierteln auf der grünen Wiese und der weiterhin dominierenden Ausrichtung auf das Auto wird ein System geschaffen, das nachfolgende Generationen vor wachsende Probleme stellt.


Bessere Mobilität – für Mensch, Umwelt, Bayern

Mehr Mobilität und weniger Verkehr – unter diesem Motto setzt sich der BUND Naturschutz seit vielen Jahren für eine nachhaltige Mobilität ein. Wenn wir tatsächlich eine umweltverträgliche und bezahlbare Mobilität auch für kommende Generationen sichern wollen, müssen wir aus der Sackgasse des „immer weiter“ und „immer schneller“ im Personen- und Güterverkehr herausfinden. Der BN fordert daher sektorenübergreifende „Mobilitätsämter“ statt Straßenbauämter. Einen Überblick gibt das BN-Positionspapier: „Bessere Mobilität – für die Menschen, für die Umwelt, für Bayern“ sowie „Kommunalpolitische Forderungen zur Verkehrswende“.

Forderungen an die Kommunalpolitik (PDF)
Positionspapier Kurzversion (PDF)
Positionspapier Langversion (PDF)


FAQ zum Verkehr in Bayern

Wie viel CO2-Emissionen verursacht der Verkehr in Bayern?

Über 30 Mio. t CO2 verursachte der Verkehr in Bayern 2016, wie das Landesamt für Statistik im Januar 2019 veröffentlichte. Der Verkehrssektor ist damit der mit Abstand größte Verursacher (siehe Grafik), gegenüber dem Vorjahr stiegen die CO2-Emissionen an und ein Ende des Aufwärtstrends ist nicht in Sicht.

Wie stark werden die verschiedenen Verkehrsmittel in Bayern genutzt?

Den Anteil verschiedener Verkehrsmittel am gesamten Verkehrsaufkommen bezeichnet man als Modal Split. Dabei wird in die Anzahl der zurückgelegten Wege oder die Zahl der zurückgelegten Kilometer unterschieden. 2017 verteilten sich die zurückgelegten Wege in Bayern wie folgt auf die verschiedenen Verkehrsmittel:

45 % Pkw
14 % Pkw-Mitfahrer
20 % Fußwege
11 % Fahrrad
10 % öffentlicher Verkehr einschließlich Fernverkehr

In jüngster Zeit erhöhte sich die Verkehrsleistung – das ist die Anzahl der zurückgelegten Personenkilometer – für das Fahrrad und den öffentlichen Verkehr, aber auch für das Auto. Pkw-Mitfahrer legten hingegen weniger Kilometer als Beifahrer zurück.

(Quelle: Mobilität in Deutschland. Kurzreport Bayern: Verkehrsaufkommen – Struktur – Trends; Mai 2019)

Wie viele Straßen gibt es in Bayern?

In Bayern gibt es über 140.000 km Straßen:

  • 2.500 km Autobahnen,
  • 6.500 km Bundesstraßen,
  • 14.000 km Staatsstraßen,
  • 18.800 km Kreisstraßen und
  • 100.000 km Gemeindestraßen.

In der Folge gibt es nur noch 86 große unzerschnittene verkehrsarme Räume (> 100 km²), dabei sind diese wichtig für den Erhalt der biologischen Vielfalt und die Erholungsqualität der Landschaft.

Wie viele Autos und Fahrräder gibt es in Bayern?

Anfang 2019 waren in Bayern knapp 8 Millionen Kraftfahrzeuge zugelassen, bei einer jährlichen Zunahme von etwa 2 Prozent im Vergleich zu den Vorjahren aktuelle Zahlen vom Bayerischen Landesamt für Statistik. Im Durchschnitt verfügt damit jeder bayerische Haushalt über mehr als ein Auto. 80 Prozent der bayerischen Einwohner verfügen außerdem über mindestens ein fahrbereites Fahrrad, 21 Prozent besitzen eine Monats- oder Streckenkarte für den ÖPNV.

Bezogen auf ganz Deutschland erhöhte sich die Zahl der sogenannten SUVs um über 20 Prozent von 2016 auf 2017 (Quelle: Kraftfahrtbundesamt). Im ersten Quartal 2019 machten SUVs bereits über 30 Prozent der Neuzulassungen aus.

Wie viele Menschen nutzen öffentliche Verkehrsmittel?

1,39 Mrd. Fahrgäste nutzten 2017 Schienennahverkehr und gewerblichen Straßenpersonennahverkehr in Bayern, dabei legten sie knapp 10,2 Mrd. sogenannte Personenkilometer zurück, im Durchschnitt fuhr jeder von ihnen 7,9 Kilometer weit. (Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik)

Was geht einen Umweltverband wie den BN der Verkehr an?

Klimakrise, Artensterben, Energie- und Ressourcenverbrauch, Bodenversiegelung, Luftschadstoffe, Lärm- und Lichtemission, Landschaftszerschneidung sowie Beeinträchtigung des Landschaftsbildes sind zu einem beträchtlichen Anteil auf den Verkehr zurückzuführen. Der BN ist in allen diesen Bereichen aktiv. Seine Arbeit zielt darauf, die negativen Auswirkungen des Verkehrs zu verringern und eine zukunftsfähige, umweltverträgliche Mobilität für alle zu erreichen.


Entwicklung des Personen- und Güterverkehrs

Was die Staatsregierung als „Prognose“ von Personenverkehr (s.o.) und Güterverkehr verschleiert, ist vielmehr politisches Ziel: Die für 2025 geschätzten zusätzlichen Flugzeuge und Autos brauchen Startbahnen und Straßen und müssen betankt werden. Hier heißt es gegensteuern, nicht zuletzt um Kindern und Enkeln keine unbezahlbaren Hypotheken zu hinterlassen.


Schritte zur nachhaltigen Mobilität

Für die Zukunft müssen die Weichen grundlegend neu gestellt werden: Der BN fordert, dass die Straßenbauämter durch regionale Mobilitätsämter mit ganzheitlichem Ansatz abgelöst werden. So kann die Verantwortung für den regionalen Schienen-, Straßen-, Bus-, Rad- und Fußgängerverkehr gebündelt und die Ziele Verkehrsvermeidung und -verlagerung können effizient verfolgt werden. Mobilitätsämter sollen außerdem dabei helfen, „niedriger“ angeordnete Verkehrsmittel wie Bürgerbus oder Anruf-Sammel-Taxi einzuführen, Carsharing zu fördern und bei der Verlagerung von Gütertransporten auf die Schiene zu unterstützen.


Tipps für umweltfreundlichere Mobilität

Personenbeförderung

  • Verbesserung von Bus- und Bahnnetz, eine bessere Vernetzung und Anbindung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sowie CarSharing-Angebote um die Zahl der Autos und den Autoverkehr zu verringern
  • Verbesserung der Infrastruktur für Radfahrer und Fußgänger, womit nicht nur neue Wege, sondern insbesondere der Abbau von Hürden gemeint ist
  • Ein Umsteuern in Siedlungspolitik und Infrastrukturplanung in Richtung „Stadt der kurzen Wege“, weg von Zersiedelung und erzwungenen Pendlerstrecken.

Güterverkehr

  • Verlagerung von Transporten auf die Schiene als effiziente und verfügbare Form der Elektromobilität
  • Verkürzen und Verringern von Transportwegen durch regionale Produkte und Wertschöpfungsketten

Finanzen

  • Der BN sieht in den geltenden Förderrichtlinien und hohen Förderquoten des Freistaats Bayern Anreize in die falsche Richtung: Städte und Gemeinden werden dadurch angehalten, Straßen aus- und neuzubauen, statt kontinuierlich in den nachhaltigen Bestand zu investieren. Das alternative Konzept des BN weist in die andere Richtung (PDF)
  • Noch immer werden umweltschädigende Verkehrsmittel – offen oder verdeckt – subventioniert. Von ihnen verursachte Schäden werden auf Kosten der Allgemeinheit repariert, große Finanzhilfen etwa für den Ausbau oder Betrieb von Flughäfen gewährt. Gesundheitsschäden oder den Wertverlust von Immobilien durch Verkehrslärm bezahlen nicht die Autofahrer oder Transportunternehmen.
  • In den Ergebnissen der Kommission „Zukunft der Verkehrsinfrastrukturfinanzierung“ (auch „Daehre-Kommission“) wurden 2012 die Kosten für Erhalt und Instandsetzung der bestehenden Infrastruktur in ganz Deutschland auf 25 Mrd. Euro pro Jahr beziffert. Statt den Nachholbedarf zu decken, werden zusätzlich neue Straßen gebaut, was die Belastungen für die nächsten Generationen zusätzlich erhöht.

Die Verkehrswende erfordert ein Umdenken

Der Vorrang des Autoverkehrs bzw. motorisierten Straßenverkehrs allgemein muss zugunsten der anderen, umweltfreundlichen Verkehrsmittel beendet werden. Oft sind wir so an den aktuellen Zustand gewöhnt, dass wir die Schieflage gar nicht wahrnehmen: Zahlreiche Fußgänger brauchen viele Minuten und sind zu mehreren Stopps gezwungen, wenn sie eine Kreuzung mit Mittelinseln überqueren wollen, damit wenige Autofahrer grüne Welle haben – nicht die Zahl der Fahrzeuge sondern die querende Personenzahl gehört optimiert. Radfahrer, deren Radweg beim Einfädeln mitten auf der Fahrbahn endet und die Autofahrern Vorfahrt gewähren müssen – diese Verhältnisse gehören umgekehrt, für mehr Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer, für bessere Luft, weniger Energie- und Flächenverbrauch und geringere Kosten für alle.


Welches Potenzial hat der Elektroantrieb?

Verkehrsprojekte

Die Karte zeigt sowohl laufende als auch bereits abgeschlossene Verkehrsprojekte des BUND Naturschutz, Erfolge ebenso wie Niederlagen. Zu jedem Projekt gibt es weiterführende Infos.

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Verkehrsprojekte

Mittelfranken

Ansbach, Donau-Ries: Ausbau der B25

Ansbach, Roth: B131 neu

Ansbach: B25 Mautverkehr

Ansbach: Bahnreaktivierung Dombühl – Dinkelsbühl

Ansbach: Entlastung Rothenburg

Ansbach: Interfranken

Ansbach: Solare Mobilität

Erlangen, Höchstadt-Herzogenaurach: Stadt-Umland-Bahn

Erlangen: B2-Umgehungs-Trassen in Eckental-Forth

Erlangen: Fluglärm

Erlangen: StUB & "Büchenbacher Spange"

Erlangen: Umfahrung Eltersdorf

Höchstadt-Herzogenaurach, Erlangen: Umfahrung Niederndorf-Neuses

Höchstadt-Herzogenaurach: A3-Ausbau

Höchstadt-Herzogenaurach: Südumfahrung Herzogenaurauch/Niederndorf

Nürnberg, Erlangen, Fürth: Frankenschnellweg

Nürnberg: Alternativen für den Radweg an der Oelser Straße

Nürnberg: Autobahnanschluss für Reichelsdorf und Katzwang

Nürnberg: Nordanbindung

Nürnberg: Straßenbäume

Weissenburg-Gunzenhausen: Ortsumfahrung Schlungenhof

Weissenburg-Gunzenhausen: Umfahrung von Dietfurt

Niederbayern

Deggendorf, Landshut: Bahn Plattling – Landshut

Deggendorf, Straubing: Ausbau der A3 und B20

Dingolfing-Landau: Autobahnanschluss Höfen

Dingolfing-Landau: Radwegeausbau

Dingolfing-Landau: Umgehung Harburg

Dingolfing-Landau: Umgehung Markt Reisbach

Freyung-Grafenau: Westspange Freyung

Kehlheim: Bahnstrecke Kehlheim – Saal

Landshut, Rosenheim: B15 neu

Passau, Freyung-Grafenau: Reaktivierung der Ilztalbahn

Passau: Granitbahn Passau – Hauzenberg

Passau: Nordtangente B388 N-OU Passau

Passau: Ortsumfahrung Vilshofen

Regen: B11 Ortsumfahrung Ruhmannsfelden

Regen: B11 Ortsumfahrung Schweinhütt

Regen: Bahnstrecke Gotteszell – Viechtach

Regen: Kreuzungsausbau B85/St2139 bei Viechtach

Regen: Ortsumgehung Rinchnach

Regen: Reaktivierung der Regentalbahn

Straubing: Nordumfahrung Alburg

Oberbayern

Altötting: Güterverkehr Tüßling – Burghausen

Altötting: Lengthaltrasse bei Burghausen

Altötting: Ortsumfahrung Burgkirchen

Bad Tölz – Wolfratshausen: Nordumfahrung Bad Tölz

Berchtesgadener Land, Traunstein, Rosenheim: Ausbau der A8

Berchtesgadener Land: Güterterminal Teisendorf

Berchtesgadener Land: Ortsumfahrung Laufen

Berchtesgadener Land: Umfahrung Reichenhall

Dachau: Holzweg 21 - Verbindungsstraße Altomünster Dachau

Dachau: Ost-Umfahrung Dachau

Ebersberg, Mühldorf, Berchtesgadener Land: Bahnausbau zwischen München - Mühldorf – Freilassing

Ebersberg: Ortsumfahrung St2080 Schwaberwegen / Forstinning

Ebersberg: Umfahrung von Parsdorf und Weißenfeld

Erding, Mühldorf: Isental-Autobahn A94

Freising, München, Landshut, Dachau: Dritte Startbahn

Fürstenfeldbruck: Radwegekonzept

Fürstenfeldbruck: Verkehrsforum FFB

Garmisch-Partenkirchen: Auerbergtunnel

Garmisch-Partenkirchen: Kramertunnel

Garmisch-Partenkirchen: Nordumfahrung Murnau

Garmisch-Partenkirchen: Straßenausbau im Loisachtal

Garmisch-Patenkirchen: Bahn Uffing – Murnau

Ingolstadt: Donauquerung

Landsberg am Lech: Radweg bei Dießen

Landsberg, Weilheim-Schongau: Fuchstalbahn

München, Fürstenfeldbruck: Ausbau der S4

München: 10-Punkte-Plan

München: A99 – Südring

München: E-Scooter

München: Feinstaub & Luftreinhaltung

München: Fußgänger

München: Internationale Automobilausstellung (IAA)

München: Radentscheid

München: Ringbus als Vorläufer für S-Bahnring

München: Tramnetz

München: Umsetzung der Verkehrswende

München: Umweltzone

München: Zweite Stammstrecke und S-Bahn Südring

Neuburg-Schrobenhausen: Alternative Süd-West-Tangente

Rosenheim: Bestandsstrecke zum Brennertunnel

Rosenheim: Brennerzulauf und -Basistunnel

Rosenheim: Radentscheid

Rosenheim: Stadtbahnhof Wasserburg

Rosenheim: Westumgehung

Traunstein: Bürgerallianz Verkehrspolitik

Traunstein: Ortsumfahrung Seebruck

Weilheim-Schongau: Umgehungsstraße Weilheim

Oberfranken

Bamberg: Flugplatz Breitenau

Bayreuth, Hof, Wunsiedel: Fichtelgebirgsautobahn

Bayreuth: Ortsumgehung Mistelbach

Forchheim: Ostspange

Forchheim: Umfahrung Dormitz

Forchheim: Umfahrung Neunkirchen

Hof: Umfahrung Oberkotzau

Kronach: Ausbau der B173 bei Küps

Lichtenfels: B173 neu

Lichtenfels: Bau der A73

Lichtenfels: Kellbachgrundanbindung

Oberpfalz

Amberg-Sulzbach: Umfahrung Kümmersbruck

Cham: Bau der Regentalstraße

Neumarkt: Ausbau B299

Neumarkt: Neue Ausfahrt an der A6

Neumarkt: Ortsumfahrung Seubersdorf

Regensburg: Fahrradfreundliches Schierling

Regensburg: Initiative "Bessere Luft für Regensburg"

Regensburg: Stadt-Umland-Bahn

Regensburg: Westspange

Schwandorf: Bahn Maxhütte-Burglengenfeld

Schwandorf: Umgehungsstraße Teublitz

Schwaben

Augsburg, Aichach-Friedberg: Keine Osttangente Augsburg

Augsburg, Donau-Ries: Ausbau SPNV und Entlastung der Bahnstrecke Augsburg-Donauwörth

Augsburg, Ingolstadt: Elektrifizierung Paartalbahn

Augsburg, Ostallgäu, Unterallgäu: Lechfeldbahn

Augsburg, Unterallgäu: Staudenbahn

Augsburg: Augsburger Ost-West-Achse

Augsburg: Ausbau der St2036

Augsburg: B300 Schmuttertal

Augsburg: Feinstaub

Augsburg: Radentscheid

Augsburg: S-Bahn

Augsburg: Trassenführung Tramlinie 5

Ausgburg : Fahrradstadt 2020

Donau-Ries, Dillingen: Straßenausbau Pfaffenhofen-Tapfheim

Donau-Ries: Planfeststellungsverfahren für Riedstraße

Donau-Ries: Straßenausbau bei Buttenwiesen

Günzburg, Unterallgäu: Umfahrung Ichenhausen B16

Günzburg: Verbessertes Regio-Bahn-Angebot in der Region Donau-Iller

Landsberg am Lech: Elektrifizierung Lechfeldbahn

Lindau: Ausbau Kreisstraße LI 12 bei Röthenbach

Lindau: Ortsumfahrung Opfenbach

Lindau: Vierspuriger Ausbau der B31

Memmingen: Allgäu-Airport

Neu-Ulm, Unterallgäu: Illertalbahn

Neu-Ulm: Fahrradfreundliches Weißenhorn

Neu-Ulm: Kein B10-Ausbau durchs Pfuhler Ried

Oberallgäu: Allgäu-Bahn

Oberallgäu: Ortsumfahrung Immenstadt

Ostallgäu/Kaufbeuren: Ausbau der B12

Unterfranken

Aschaffenburg, Main-Spessart, Würzburg: B26 neu

Aschaffenburg: Bahnstrecke Aschaffenburg-Miltenberg

Aschaffenburg: Erweiterung Flughafen Frankfurt

Miltenberg: Bahnstrecke nach Aschaffenburg

Miltenberg: Nord-Süd-Trasse durch die Sulzbacher Mainauen

Schweinfurt, Kitzingen: Bahnstrecke Schweinfurt – Kitzingen

Würzburg: Straßenbahn

Würzburg: Umgehungsstraße Rimpar


Weitere Informationen und Downloads

Studie: Bayern bleibt Schlusslicht bei umweltfreundlicher Mobilität 2020/2021

Im wissenschaftlichen Ländervergleich von umweltfreundlicher Mobilität 2020/2021 schneidet Baden-Württemberg am besten ab, Bayern belegt den unrühmlichen letzten Platz. Der Freistaat bleibt damit Schlusslicht wie schon beim letzten Index 2018/19. Der Index wurde vom Qualitätsforschungsinstitut Quotas im Auftrag von Allianz pro Schiene, BUND und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) erstellt. In das verkehrspolitische Ranking sind die mobilitätsrelevanten Statistiken und die verkehrspolitischen Weichenstellungen aller 16 Länder anteilig eingeflossen.

Pressemitteilung BUND Naturschutz e.V. Bayern trauriges Schlusslicht bei umweltfreundlicher Mobilität

Weitere Informationen finden Sie bei der „Allianz pro Schiene“

BN zum Bundesverkehrswegeplan 2030

Der BUND Naturschutz fordert ein Moratorium zu Straßenbauprojekten aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030. Der Bundestag hat den aktuellen Plan im Dezember 2016 beschlossen. In Bayern stehen darin 278 Straßenbauprojekten nur 28 Schienenprojekte gegenüber. Ein Beispiel für diese verfehlte Politik ist der Auerbergtunnel im Loisachtal. Nach dem Bundesverkehrswegeplan 2030 ist Bayern das Bundesland mit den meisten Straßenbauprojekten. Das Finanzvolumen der bayerischen Projekte wird in etwa im Verhältnis 60 zu 40 Prozent zugunsten des Straßenneu- und -ausbaus angesetzt. Das entspricht für die Straße einem Volumen von ca. 18 Milliarden Euro. Der BN fordert das Verhältnis auf 75 Prozent für die Schiene und 25 Prozent vor allem für den Straßenerhalt und Lärmschutz umzudrehen.

Insgesamt sind in Bayern Neu- und Ausbauten bei den Straßen in einer Länge von über 1800 Kilometer geplant. Das entspricht in etwa einem Flächenverbrauch von 6000 Hektar oder 8500 Fußballfeldern. Damit verstößt der Entwurf massiv gegen das Ziel von Bundes- und Staatsregierung, den Flächenverbrauch in Bayern deutlich zu verringern.

Bei vielen Projekten wird die Maximalausbauvariante in das Straßenausbaugesetz aufgenommen, obwohl umweltschonendere und kostensparende Alternativen vorgelegen haben. Eine seriöse Alternativenprüfung wurde nicht vorgenommen. So zum Beispiel beim Ausbau der A8 zwischen Rosenheim und Salzburg, wo von BN und Bürgern aus der Region eine flächensparende 4+2 Variante vorgelegt wurde. Das gilt auch für viele Ortsumfahrungen, bei denen vom BUND Naturschutz und Bürgerinitiativen innerörtliche Trassenalternativen vorgeschlagen wurden, welche eine Zerschneidung der Landschaft vermeiden, wie beispielsweise an der B25 Dinkelsbühl oder der B16 in Höchstädt und Tapfheim.

Auch wurden zahlreiche Projekte in das Ausbaugesetz aufgenommen, obwohl sich die Lokalpolitik oder die Bevölkerung gegen diese Projekte ausgesprochen hat. Beispiele dafür sind die geplante Nordtangente bei Passau, die vierspurige geplante „Lechautobahn“ als Osttangente von Augsburg oder die geplante „Main-Spessart-Autobahn“ mit Umfahrung von Karlstadt.

Bei umstrittenen Projekten wurde oft der Einstieg für den weiteren Bau im Sinne einer Salamitaktik in den vordringlichen Bedarf aufgenommen. So beispielsweise bei der B15 neu zwischen Landshut und Rosenheim, wo die geplante vierspurige Ostumfahrung von Landshut durch die Isarauen den Druck auf den Weiterbau in Richtung Rosenheim massiv erhöhen würde.

„Mit 278 Straßenbauprojekten in Bayern zementiert der Bundesverkehrswegeplan eine klimaschädliche und landschaftszerstörerische Verkehrsentwicklung in Bayern“, kritisierte der damalige BN-Landesvorsitzende Hubert Weiger den Beschluss zum Straßenausbaugesetz. „Das Gesetz steht damit in krassem Widerspruch zu Klima- und Flächenschutzzielen der Bundesregierung.“ „Die bayerischen Abgeordneten von CSU und SPD haben damit für mehr Lärm, Luftschadstoffe und Bodenversiegelung gestimmt. Viele bayerische Bürger werden unter den Beschlüssen leiden“, so Richard Mergner, BN-Landesbeauftragter. „Wir werden als BUND Naturschutz zusammen mit vielen Bürgerinitiativen massiv dafür kämpfen, dass viele unsinnige und naturzerstörerische Projekte nicht realisiert werden.“

Die Stellungnahme des BUND Naturschutz zum Bundesverkehrswegeplan, Bewertungen und Alternativvorschläge zu ausgewählten Projekten finden Sie unter:

Projektbeschreibungen
Stellungnahme des BN zum Referentenentwurf (PDF)