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Frösche, Kröten, Unken, Molche und Salamander: Amphibien in Bayern

Der Schutz von Amphibien ist ein Herzstück des BN-Artenschutzes. Während der Krötenwanderung retten Freiwillige des BUND Naturschutz jährlich bis zu 700.000 Frösche, Kröten, Unken, Molche und Salamander. Lassen auch Sie sich begeistern von der faszinierenden Welt unserer Lurche!

Hätten Sie es gewusst? 19 verschiedene Amphibienarten (Lurche) gibt es hier in Bayern. Zu ihnen gehören Frösche, Kröten und Unken (die Froschlurche), sowie Molche und Salamander (die Schwanzlurche). Ihnen allen sind zwei Besonderheiten gemeinsam: Sie leben sowohl an Land als auch im Wasser. Während ihres Heranwachsens durchlaufen sie deshalb eine erstaunliche Metamorphose: vom Ei über die Larve (Kaulquappe) bis hin zum erwachsenen Tier verändern sie ihre Gestalt komplett.

Häufigere Amphibienarten wie die Erdkröte oder den Grasfrosch kennen die meisten von uns. Bei selteneren, wie der glockenhell tönenden Gelbbauchunke oder dem knallblauen Moorfrosch, braucht es schon eine gute Portion Spürsinn, um ein Exemplar „live“ zu sehen. Der Grund dafür: Die Lebensräume vieler Amphibien, wie etwa Auen und Moore, werden immer seltener, außerdem gibt es immer weniger Laichgewässer – von der Pfütze bis zur aufgelassenen Kiesgrube. Anlass genug für den BUND Naturschutz in Bayern e.V. den Amphibienschutz voranzutreiben.


Amphibien retten: Bayerns größte Artenschutzaktion

Im Frühjahr wandern die Amphibien zu ihren Laichplätzen. Oft müssen sie Straßen queren und laufen dabei Gefahr, massenhaft überfahren zu werden. Um die Tiere vor diesem Schicksal zu bewahren, startet der BUND Naturschutz jedes Jahr Bayerns größte Artenschutzaktion. 

Rund 6.000 freiwillige Helfer bauen gemeinsam Schutzzäune an Straßen auf, damit Frösche, Kröten, Unken und Molche nicht auf die Straße laufen und dort überfahren werden. Wir sammeln sie stattdessen an den Zäunen ein und tragen sie in Eimern über die Straße.

Das rettet jährlich bis zu 700.000 Amphibien das Leben. Ohne dieses Engagement wären schon viele Amphibienpopulationen ausgestorben. 

Bis zum Ende der Amphibienwanderung – meist Ende April – betreuen ehrenamtliche Helfer bayernweit rund 450 Straßenabschnitte. Dennoch gibt es für Frosch & Co. keine Entwarnung, denn chemische Pestizide aus den Spritzdüsen der konventionellen Landwirtschaft gefährden die Amphibien zusätzlich massiv. 

Ungeschützte Amphibien-Wanderwege melden

Du hast eine Stelle entdeckt, an der viele Amphibien überfahren wurden und an der kein Schutzzaun errichtet ist? Bitte sage uns, wo: Hier Beobachtung melden!

Faszinierend und gefährdet: Amphibien in Bayern

Amphibien sind wechselwarme Tiere, sie können also ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren und sind von der Umgebungstemperatur abhängig. Das erklärt etwa, warum sie an der Schwelle von Winter zu Frühling in großer Zahl auf Wanderung gehen, wenn es draußen wärmer wird. Und klar ist damit auch, dass sich der Klimawandel bei den Amphibienarten besonders auswirkt.

Lurche können Sauerstoff und Wasser auch über die Haut aufnehmen, sie atmen und trinken sozusagen damit. Damit die Haut ihre Funktion erfüllen kann, darf sie jedoch nicht zu trocken werden. Lurche sind also auf eine gewisse Grundfeuchte ihres Lebensraums angewiesen – und sie brauchen zum Laichen ein Gewässer. Abgesehen von dieser Gemeinsamkeit unterscheiden sich die verschiedenen Arten aber zum Teil deutlich in ihrer Lebensweise und ihren Merkmalen: Während etwa die Ordnung der Schwanz- und Froschlurche gut auseinanderzuhalten ist, fällt es teilweise sogar Fachleuten schwer, die je drei Unterarten von Braun- und Grünfröschen zu bestimmen.

    Amphibien haben es hierzulande nicht leicht und meist nehmen wir ihre Bedürfnisse kaum wahr. Nur in der Balzsaison sind die Männchen beim Froschkonzert zu hören, ansonsten leben die verschiedenen Arten lautlos und unauffällig – vielleicht trägt dies dazu bei, dass die Gefährdung von Amphibien leichter übersehen wird:

    • Es gibt immer weniger Feuchtgebiete, damit nimmt auch der Lebensraum von Amphibien stetig ab.
    • Gefährliche Lebensweise: Auf ihren alljährlichen kilometerlangen Wanderungen zu den Laichplätzen sind viele Amphibien durch Landschaftszerschneidung und Straßenbau großen Gefahren ausgesetzt.
    • Die großflächigen Ackerwüsten der Landwirtschaft bieten keinen Lebensraum, über die Haut nehmen Amphibien Ackergifte auf.
    • Ob rund ums Haus oder an Straßen und Gleisen: Ungesicherte Kabel-, Licht- oder Abwasserschächte können zur tödlichen Falle werden. Aufgeräumte Gärten bieten zu wenig Versteck- und Unterschlupfmöglichkeiten für die Tiere.

    Auf den folgenden Seiten erfahren Sie alles Wissenswerte über die Lurche und wie sie auf verschiedene Weise zum Amphibienschutz beitragen können.


    Überblick: Amphibien in Bayern

    19 verschiedene Amphibienarten gibt es in Bayern - Frösche, Kröten, Unken und Salamander. Sie alle leben sowohl an Land als auch im Wasser. Der Schutz von Amphibien ist ein Herzstück des BN-Artenschutzes.

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