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Die COP27-Klimakonferenz in Sharm el Sheikh

Vom 6. bis 28. November findet im ägyptischen Sharm el Sheikh die 27. Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP27) statt. Auf der Klimakonferenz von Paris 2015 hat sich die globale Gemeinschaft auf zwei Grad, besser 1,5 Grad als maximale Temperaturerhöhung geeinigt. Doch leider steuert die Welt auf eine deutlich stärkere globale Erhitzung zu.

16.11.2022

So hat das bayerische  Umweltministerium kürzlich bekannt gegeben, dass sich die Durchschnittstemperatur im Freistaat von 1951 bis 2019 bereits um 1,9° erhöht hat. Die Klimakrise ist also längst angekommen. Gastgeber Ägypten hat die Entschädigung für Klimaschäden auf die Tagesordnung gesetzt – Länder und Konzerne, die die Schäden verursachen, sollen den Opfern, die nichts oder wenig dafür können, einen finanziellen Ausgleich zur Bekämpfung der Folgen leisten. Insbesondere die Staaten des globalen Südens fordern zunehmend verbindliche Mechanismen für die Entschädigung von Schäden und Verlusten, die beispielsweise durch Naturkatastrophen oder den schleichenden Verlust von fruchtbaren Böden entstehen. Zwar ist dazu auf der COP in Glasgow ein Fonds mit einer Summe von ca. 100 Milliarden US-Dollar eingerichtet worden. Leider sind Summen dieser Größenordnung bei weitem nicht ausreichend, um die Schäden und Verluste zu bezahlen. Zum Vergleich: Allein der Fonds für die im Sommer 2021 entstandenen Schäden in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz enthält über 30 Milliarden Euro.

Weitere Themen der Konferenz sind erneut der Schutz der Regenwälder, die Reduzierung von Methanemissionen und natürlich die drastische Reduktion von Emissionen – speziell in den Ländern, die die größte historische Verantwortung tragen. Trotz der bisherigen Bemühungen, Absprachen und Versprechungen kommt der Klimaschutz deutlich zu langsam voran, noch immer wird durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas viel zu viel CO2 in die Erdatmosphäre eingebracht. Andererseits erleben die Erneuerbaren Energien derzeit einen weltweiten Aufschwung.

Forderungen des BUND Naturschutz

Zur COP27 fordert der BUND Naturschutz von der Bundesregierung, die folgenden Maßnahmen für eine wirksame Klimapolitik und ihre Finanzierung:

  • Einen angepassten, gerechten, mit der 1,5 Grad-Grenze kompatiblen Klimaplan der EU, der eine Emissionsminderung von mindestens 65% bis 2030 beinhaltet
  • Eine Erhöhung der deutschen Haushaltsmittel für internationale Klimafinanzierung auf mindestens acht Milliarden Euro pro Jahr bis 2025. Die angekündigten sechs Milliarden sind bisher noch nicht erreicht.
  • Eine faire deutsche Beteiligung an den in 2015 vereinbarten jährlichen 100 Mrd. für vulnerable Staaten bis 2025
  • Neue und zusätzliche konkrete/angemessene Finanzierungszusagen für den Umgang mit Klimaschäden und Verlusten

Die wichtigsten Punkte und Akteure der COP27

Im Anhang finden Sie eine Beschreibung der wichtigsten Punkte und Akteur*innen der COP27:

  • Tipping Points – Kipppunkte im globalen Klimasystem
  • Carbon Bombs – CO2-Bomben und die fossilen Firmen
  • Loss and Damages – Verlust und Schäden
  • Ägypten, Gastgeber der COP27 – Energie und Menschenrechte
  • Die Akteure der Klimapolitik – Inselstaaten, LDC (am wenigsten entwickelte Länder), USA, Russland, China, Indien
  • Die deutsche Position zu COP27
  • Die Europäische Union