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Zweiter Platz bei der Wiesenmeisterschaft 2016, Kategorie Feuchtwiesen

Michael Engelhardt aus Leutenbuch bei Herrieden, Landkreis Ansbach

Die prämierte 2,8 ha große „Mühlwiese“ liegt im weitläufigen Wiesenbrütergebiet der Altmühl, die mit ihren Hochwässern immer wieder Nährstoffe einbringt. Schon seit 1984 wird hier nicht mehr gedüngt. Der von der Natur begünstige Standort erlaubt trotzdem zwei, manchmal sogar drei Schnitte – allerdings nicht vor dem 1. Juli.

Von den etwa 43 ha Wiesen der Familie Engelhardt werden mehr als 10 ha nach dem Vertragsnaturschutzprogramm bewirtschaftet. Mit dem Aufwuchs kommt der Landwirt gut zurecht: Ein Drittel Heu, zwei Drittel Silage – das passt für den Milcherzeuger, der lieber Heu als Stroh zufüttert. Auf Kraftfutterzukauf verzichtet Engelhardt ganz bewusst – und das bei einer Milchleistung von immerhin 6.000 Liter.

Bleibt Heu übrig, wird es an andere Biobetriebe verkauft.

Im Jahr 2000 hat Michael Engelhardt seinen Vollerwerbsbetrieb mit 88 ha auf biologische Landwirtschaft umgestellt, seit 10 Jahren kommen die Kühe wieder auf die Weide. Sein Betrieb „steht gut da“ und der Sohn wird als gelernter Landwirt den Betrieb übernehmen. „Wenn ich nicht umgestellt hätte, stünde ich ohne Nachfolger da“, ist Engelhardt überzeugt.

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