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Frankenschnellweg: BUND Naturschutz verhandelt mit Stadt Nürnberg

Der BUND Naturschutz verhandelt mit der Stadt Nürnberg über einen Kompromiss beim Frankenschnellweg. Dabei setzt sich der BUND Naturschutz für mehr Schutz der Anwohner ein.

Auf Bitte der Stadtspitze und einer Empfehlung des Bayerischen Verwaltungsgerichts folgend verhandelt der BUND Naturschutz mit der Stadt Nürnberg über einen Kompromiss. In bisher drei Gesprächsrunden wurden die Positionen intensiv erörtert worden (Stand Juli 2016).

Der BUND Naturschutz möchte erreichen, dass neben der Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung zusätzliche Verbesserungen für die Anlieger am Frankenschnellweg und abführenden Straßen festgelegt werden. Insbesondere soll der Durchgangsverkehr (u. a. LKW über 7,5 t) aus der Stadt verbannt werden. Dies gilt auch für den Hafenverkehr.

Dynamisch verhängte Tempolimits und Infosysteme sollen die Überlastung am Frankenschnellweg vermeiden helfen.

Die Neue Kohlenhofstraße müsse geringer dimensioniert werden, um einen vollständigen Verkehrskollaps am Altstadtring nähe Opernhaus zu vermeiden.

Die im Nahverkehrsentwicklungsplan von der Stadt beschlossenen Projekte wie Altstadt-Tram, Tram nach Kornburg etc. müssen im Detail geplant werden.

Der Radverkehrsetat soll deutlich aufgestockt werden.

Zusätzlicher Lärmschutz am FSW und die strikte Einhaltung der NOx-Grenzwerte sind weitere Punkte.

Die Stadt will einen Vergleich nur dann schließen, wenn ihr Plan eines kreuzungsfreien FSW mit Tunnel zu 100 % umgesetzt werden kann.

Die Stadt wäre zwar bereit Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 60 km/h zwischen Stadtgrenze Fürth und Knoten Hafen anzugehen, kann dies aber rechtlich nicht zusichern. Sie stellt ein Transitverbot für LKW ab 7,5 t in Aussicht, allerdings nicht bezüglich Hafenverkehr. Auch bei anderen relevanten Punkten erschöpfen sich die Angebote bislang in vagen Absichtserklärungen ohne rechtliche Relevanz.

Ob es zu einem Vergleich kommen wird ist derzeit offen, weil die Stadt ihre Kfz-orientierte Verkehrspolitik an keiner Stelle hinterfragen will.