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BUND Naturschutz fordert mehr Verkehrssicherheit für Schweinhütt

Von links: Gerti Jädicke und Roland Schwab von der BN-Kreisgruppe Regen, BN-Landesbeauftragter Martin Geilhufe und Winfried Berner, Mitglied des Landesvorstandes. Foto: Julika Selinger-Schreiber

19.11.2019

Seit kurzem prangert in Schweinhütt ein übergroßes Transparent die gefährliche Verkehrssituation im Ort an. Der BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) nimmt die Sorgen der Bürger ernst und fragt, warum Politik und Verwaltung hier nicht schon längst für mehr Sicherheit gesorgt haben.

Das Bauvorhaben "Ortsumgehung Schweinhütt" wird seit vielen Jahren diskutiert. Genauso lange wird nicht nur vom BN die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit der Maßnahme in Frage gestellt. "Falls eine Realisierung der Ortsumgehung umgesetzt werden sollte, wird dazu noch viel Zeit ins Land gehen", gibt Winfried Berner vom BN-Landesvorstand zu bedenken. Dass nun die Bürger zur Selbsthilfe greifen und mit einer übergroßen Plakatwand auf Gefahren für Sicherheit und Gesundheit hinweisen ist für den BN mehr als verständlich.

Auf Unverständnis stößt, dass Politik, Verwaltung und Straßenbauer seit Jahren keine Abhilfe schaffen. "Gerade die Sicherheit der Schulkinder, die auf dem Weg zur und von der Bushaltestelle die Straße queren müssen, kann bei gutem Willen in kürzester Zeit gewährleistet werden", ist Roland Schwab, Vorsitzender der Kreisgruppe Regen, überzeugt. "Dazu müsse lediglich eine Geschwindigkeitsreduzierung sowie eine Bedarfsampel für Fußgänger eingerichtet werden, von der auch Radfahrer profitieren würden", so Schwab.

BN-Landesbeauftragter Martin Geilhufe unterstützt ihn in dieser Ansicht. "In anderen europäischen Ländern ist man wesentlich verantwortungsvoller, um Anwohner wirkungsvoll im Straßenverkehr zu schützen. In Spanien beispielsweise, springt die Ampel an Durchfahrtsstraßen automatisch auf Rot, wenn Autofahrer mit zu hoher Geschwindigkeit auf Ortschaften zufahren. So wird die Sicherheit für Fußgänger erhöht und gleichzeitig die Lärmbelästigung für Anwohner durch langsam fließenden Verkehr reduziert", weiß Geilhufe.

"Wenn die Bürger nun um ihre Sicherheit besorgt sind, soll man das ernst nehmen und für schnelle Abhilfe sorgen. Dazu ist keine landschaftszerstörende Umgehungsstraße für rund 20 Millionen Euro auf Kosten der Steuerzahler notwendig. Eine kostengünstige Querungsmöglichkeit wäre eine große Verbesserung für die Sicherheit der Anwohner", sagt Martin Geilhufe.

Für Rückfragen:

Julika Selinger-Schreiber
Regionalreferentin Niederbayern
Tel.: 089/54830112
julika.selinger@bund-naturschutz.de