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BUND Naturschutz und die Handwerkskammer für Unterfranken plädieren für mehr Photovoltaik auf den Dächern in Bayern

„Die Energiewende erfordert unter anderem einen massiven Aus-bau der Photovoltaik in Bayern“, darüber sind sich der BUND Na-turschutz Bayern und die Handwerkskammer für Unterfranken nach einem Meinungsaustausch in Würzburg einig.

17.12.2019

Dachflächen der Gewerbe, auch von unterfränkischen Handwerksbetrieben, sind geeignete Orte für Photovoltaik-Anlagen. Doch für einen Investitionsschub der Betriebe braucht es zielgerichtete Förderprogramme. Nur so kann die Energiewende nachhaltig vorangetrieben werden, so die gemeinsame Einschätzung von BUND Naturschutz und Handwerkskammer für Unterfranken.

Anlässlich eines konstruktiven Meinungsaustausches zwischen dem BUND Naturschutz Bayern und der Handwerkskammer für Unterfranken in Würzburg waren sich beide Partner einig, dass eine regionale Energiesicherheit nur mit Photovoltaik und Eigenstromnutzung gewährleistet werden kann. "Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach kann substantiell zur Stromversorgung von Handwerksbetrieben beitragen und damit zu einem Motor der Energiewende für den Klimaschutz werden", betont Richard Mergner, Vorsitzender des BUND Naturschutz in Bayern.

Doch die Handwerksbetriebe stehen bei der Realisierung einer solchen Eigenstromnutzung vor einer langen Reihe von Hürden. Oft sind die Stromkosten nur ein kleiner Anteil an den Betriebskosten und die Betriebe sind einem ständigen Kostendruck für Modernisierungen unterworfen. Die Sonne scheint wechselhaft, aber mit Speichern kann die Quote der Eigenstromnutzung für die Photovoltaikanlage auf dem Dach erhöht werden, damit steigen aber auch die Investitionskosten. "Wir fordern daher ein Investitionskosten-Zuschussprogramm für die Kosten der Speicher durch die Bayerische Staatsregierung", so gemeinsam Richard Mergner und Walter Heußlein, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken.

Eigenstromnutzung muss zum willkommenen und unterstützten Rückgrat der dezentralen Energiewende werden. Dies benötigt beispielsweise Änderungen im Anlagenbegriff des Erneuerbaren Energien Gesetzes, einer Ausdehnung der rechtlichen Definition der Eigennutzung von der auch kleine Handwerksbetriebe profitieren, Änderungen bei Erhebung der Stromsteuer, aber auch eine Neustrukturierung der Netzabgaben, die der tatsächlichen Durchleitungsstrecke angemessen wäre.

Pressekontakt für Rückfragen:

Dr. Herbert Barthel, Referent für Energie und Klimaschutz
BUND Naturschutz in Bayern e.V.
Tel.: 0151-5048-9963