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Hubert Weiger wird BN-Vorsitz in neue Hände legen

Der langjährige Vorsitzende des BUND Naturschutz (BN), Hubert Weiger, wird seine Tätigkeit als Vorsitzender nach der Hälfte der Wahlperiode auf der BN-Delegiertenversammlung Ende April in Eichstätt beenden und in neue Hände legen. Nach 16 Jahren Amtszeit will sich der Umwelt- und Naturschützer auf seine Aufgabe als Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) konzentrieren. Der BUND ist die bundesweite Dachorganisation des BUND Naturschutz in Bayern (BN).

Hubert Weiger (Foto: Puder)

05.02.2018

Als Gründe nennt Hubert Weiger die Herausforderungen des weiter wachsenden Bundesverbandes BUND, die anstehenden zentralen Weichenstellungen auf nationaler und internationaler Ebene und die hierfür notwendigen Reisen und die nötige Präsenz in Berlin.

Mit einer vorrausichtlich neuen Bundesregierung erfordert gerade das Jahr 2018 Jahr einen großen Kraftaufwand. Das hängt auch damit zusammen, dass in der Politik „auf Bundesebene immer mehr Themen auf die lange Bank geschoben werden, von denen wir glaubten, bereits deutliche Fortschritte erzielt zu haben“, wie Weiger erklärt. Als Beispiel nennt er die Energiewende: So werden Klimaziele inzwischen zeitlich immer weiter hinausgeschoben. Auch die Verkehrswende kommt nicht voran.

Die mögliche Beteiligung des BUND Naturschutz an einem Volksbegehren zum Flächenschutz – sollte dieses zugelassen werden – erfordert wiederum in Bayern vielfältige Präsenz und Entscheidungen des gesamten Landesvorstandes.

Auch nach dem Amtswechsel wird Hubert Weiger weiterhin als BUND-Vorsitzender in Rücksprache mit dem BN-Landesvorstand für Austausch, Beratung und Veranstaltungen in Bayern zur Verfügung stehen.

Hubert Weiger war im Jahr 2002 in der Nachfolge von Hubert Weinzierl zum Vorsitzenden des BUND Naturschutz gewählt worden. Seitdem wurden unter Weigers Vorsitz wichtige Entscheidungen zur fachlichen Profilierung, zur Transparenz und zur basis- wie kampagnenorientierten Verbandsentwicklung auf den Weg gebracht. Zudem hatte Weiger entscheidenden Anteil an der Ausweisung des Nürnberger Reichswaldes als ersten bayerischen Bannwald, an der Rettung der frei fließenden Donau zwischen Straubing und Vilshofen sowie der Sicherung eines gentechnikfreien Bayern.

Die Zahl der Mitglieder und Förderer des BUND Naturschutz in Bayern stieg 170.000 auf 230.000 und auch die Zahl der Mitarbeiter hat sich vervielfacht. „Haus und Hof“ des BUND Naturschutz sind damit bestens bestellt.

Hubert Weiger begann seine Naturschutzarbeit vor über 40 Jahren als der erste Kriegsdienstverweigerer im Naturschutz in Deutschland. Anschließend war er für den BUND Naturschutz zuerst als Beauftragter für Nordbayern, dann als Landesbeauftragter und schließlich als Landesvorsitzender im Einsatz. Gemeinsam mit Landesvorstand, Landesbeirat und den engagierten Kreis- und Ortsgruppen baute er den BN zum bedeutendsten unabhängigen Natur- und Umweltschutzverband in Bayern auf.

Im Landesbeirat am vergangenen Samstag erklärte Richard Mergner, bei der kommenden Delegiertenversammlung für das Amt des Vorsitzenden zu kandidieren. Er ist seit 1990 in verschiedenen Funktionen hauptamtlich im BN-Landesverband tätig. Seit 2002 engagiert er sich erfolgreich als Landesbeauftragter für den BUND Naturschutz. Weitere Kandidatinnen und Kandidaten sind derzeit nicht bekannt.