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Mochovce: Österreich will unabhängige Überprüfung des Schrottreaktors

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz will auf eine internationale Überprüfung des Atomkraftwerks zu dringen, das im Juli im slowakischen Mochovce ans Netz gehen soll. Das hat er unseren österreichischen Partnern von GLOBAL 2000 als Reaktion auf die gemeinsame Unterschriftenaktion von österreichischen und bayerischen Umweltschützern zugesichert.

AKW Mochvoce in der Slowakei

02.05.2019

In nur wenigen Wochen haben in Bayern über 28.000 Menschen unseren Appell gegen das slowakische Atomkraftwerk Mochovce unterstützt. Mit den in Österreich gesammelten Unterschriften haben sich insgesamt über 235.000 Unterstützer angeschlossen.

Die Zeit drängt, denn schon im Juli soll das Atomkraftwerk in Betrieb gehen. Es basiert auf völlig veralteter Technik aus den 1970er Jahren, bei seinem Bau gab es zahlreiche Pannen. Whistleblower berichten von Pfusch und katastrophalen Bauplanungen. Das AKW ist nur 400 Kilometer von Bayern entfernt. Bei einem schweren Atomunfall wäre auch der Freistaat betroffen. 

Mit den 235.000 Unterstützern unseres bayerisch-österreichischen Appells ist zuletzt der Druck auf die Politik erheblich gestiegen, bei der slowakischen Regierung gegen diese tickende Zeitbombe zu intervenieren. Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hat reagiert und unsere österreichischen Freunde von GLOBAL 2000/ Friends of the Earth Austria zu einem Gespräch getroffen. Kurz sicherte dabei zu, auf eine unabhängige, internationale Überprüfung des Schrottreaktors Mochovce zu dringen und sich für den Schutz der Österreicher einzusetzen.

Doch was ist mit den deutschen Politikern? Warum hört man von ihnen bisher noch nichts? Umweltministerin Swenja Schulze muss jetzt ebenfalls tätig werden. Eine länderübergreifende europäische Allianz kann die Inbetriebnahme des Schrottreaktors stoppen, die nächste Gelegenheit hierfür ist das Treffen der Atomregulatoren am 6. Juni in Brüssel.

Machen Sie jetzt Druck und unterschreiben Sie unseren Aufruf an Umweltministerin Svenja Schulze