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Stille Stromverbraucher in Haushalt und Gewerbe vergeuden Energie

Bund Naturschutz und Energieagentur Oberfranken starten Informationskampagne

05.05.2003

Große Einsparpotentiale bei der Stromrechnung gibt es im privaten Haushalt und in Büros. Wie diese Potentiale zu nutzen sind wollen Bund Naturschutz und Energieagentur Oberfranken der Bevölkerung mit der Einrichtung eines Stromsparservices, mit Tipps und Einkaufsempfehlungen nahebringen.
Beide Organisationen unterstützen damit die bundesweite Aktion der Deutschen Energieagentur DENA, die gezielt über stromsparende und effiziente Haushalts- und Bürotechnik aufklärt.

Die Informationen gliedern sich in drei Schwerpunkte:

1. Die heimlichen Stromfresser:
Fernseher, Video und Radiorecorder, Stereoanlage, PC, Faxgerät und viele andere Geräte verbrauchen Strom, auch wenn sie ausgeschaltet sind. Mit diesen Geräten können sich leicht 50 Watt Dauerlast im Haus-halt einstellen, was sich auf 65 Euro Stromkosten im Jahr beläuft, ohne dass der Kunde davon einen Nutzen hat. Stecker ziehen oder Steckerleiste mit Schalter ist die einfachste Lösung, diesen unnützen Stromver-brauch loszuwerden.
2. Elektrisch erzeugtes Warmwasser:
Waschmaschine, Spülmaschine und Elektroboiler haben einen extrem hohen Stromverbrauch, weil sie das Wasser mit Hilfe von Elektrizität erwärmen. Wer die Waschmaschine und den Geschirrspüler an die Warmwasserleitung anschließt, kann große Teile seiner Stromrechnung einsparen.
Elektroboiler sollten mit einer Zeitschaltuhr oder einer anderen Schaltung ausgerüstet sein, sodass sie nur dann arbeiten, wenn sie auch wirklich gebraucht werden.
3. Neukauf stromsparender Geräte:
Noch immer sind große Haushaltsgeräte (wie z.B. Kühlschränke) am Markt, die sich, um mehrere hundert Prozent im Stromverbrauch unterscheiden obwohl sie alle das Gleiche leisten. Man muss beim Neukauf solcher Geräte, die ja für mindestens 15 Jahre dienen sollen, daher genau den Stromverbrauch beachten. Das macht mehrere hundert Euro aus!
Auskunft gibt die Liste stromsparender Haushaltsgeräte.

Umfangreicher Service des Bundes Naturschutz und der Energieagentur Oberfranken
Der Bund Naturschutz hält Informationsblätter bereit, wie ein Drei-Personenhaushalt einen Stromverbrauch von 4.000 auf 1.000 kWh reduzieren kann. Und das ohne Komfortverlust!
Ebenfalls liegen die Stromsparunterlagen der Energieagentur Oberfranken und der DENA bereit.
Das neue Stromsparzentrum im
Bund Naturschutz Büro, Obere Sandstraße 7,
ist Montag bis Mittwoch von 15.00 bis 19.00 Uhr
geöffnet.
Dort kann der Stromverbrauch kleinererer Haushaltsgeräte gemessen wer-den, gegen Vorlage eines Personalausweises kann ein Strommessgerät auch ausgeliehen werden. Stromspartipps gibt es auch zur genannten Zeit unter der
Telefon-Nr. 0951/ 50 90 614.

Umwelt schützen durch Stromsparen
Der Strom wird in Deutschland – trotz großer Fortschritte in den letzten Jahren - noch immer zu mehr als 80 % in Kraftwerken produziert, die zwei Drittel ihrer Energie vergeuden und nur ein Drittel als Strom in die Überlandleitungen bringen. Aus diesem Grunde ist die Stromerzeugung der größte
Einzelemittent des Treibhausgases Kohlendioxid, der Radioaktivität und des Atommülls.
Wer Strom effizient einsetzt, schont also nicht nur den eigenen
Geldbeutel, sondern schützt auch sehr wirkungsvoll die Umwelt.