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BUND Naturschutz kritisiert vorschnelle Standortfestlegung

Mit dem Bau des Werkes würde fruchtbarster Gäuboden geopfert und über 100 Hektar Fläche versiegelt. BN fordert, Kapazitäten in den bestehenden BMW-Werken zu prüfen und bemängelt fehlendes Verkehrskonzept.

01.03.2023

Der BUND Naturschutz spricht sich gegen das geplante BMW-Werk am StandortIrlbach/Straßkirchen im Landkreis Straubing-Bogenaus. „Wir befürworten den Umstieg auf elektrische Antriebe als ein Baustein der Verkehrswende. Auch begrüßen wir, dass BMW einen Standort sucht, der in der Nähe der bestehenden weiteren Werke liegt. Allerdings ist der Flächenverbrauch ein genauso drängendes Thema. Das eine gegen das andere auszuspielen ist nicht nachhaltig”, soder BN-Landesbeauftragte Martin Geilhufe. „Wir bezweifeln, dass die Möglichkeiten einer flächensparenderen Variante erschöpfend erörtert worden sind. Einfach ein neues Werk zu bauen und damit Produktionsabläufe zu optimieren, mag Kosten einsparen. Gerade ein Weltkonzern wie BMW, der Milliardengewinnen erwirtschaftet, muss aber auch im Natur- und Umweltbereich Verantwortung übernehmen.“

Andreas Molz, BN-Kreisvorsitzender im Landkreis Straubing-Bogen erklärt: „Bei einer derart großen Gewerbeansiedlung in einer Gegend, in der der Flächenverbrauch ohnehin viel zu hoch ist, stellen wir BMW folgende Fragen: Gibt es an den bestehenden Standorten Möglichkeiten zur effizienteren Flächennutzung? Werden an bestehenden Standorten durch die Entwicklung weg von Verbrennungsmotoren hin zu Elektroantrieben Kapazitäten frei, die auch genutzt werden könnten? Gibt es im näheren Umfeld Konversionsflächen, die man prüfen müsste?“

Besonders kritisch sieht der BN, dass vor der momentanen Festlegung des Standortes keinerlei Aussagen zum Verkehrskonzept vorlagen. Die BMW-Werke Dingolfing, München-Milbertshofen und auch Regensburg verfügen über gute Schienenanschlüsse, so dass der Transport zu den Werken nicht zwangsläufig über die Autobahn erfolgen müsste.

„BMW bekennt sich als führendes Unternehmen zur Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit beginnt für uns bei der Standortwahl“, so Molz. Im Vorfeld der angekündigten Informationsveranstaltung vor Ort noch in dieser Woche fordert der BN höchstmögliche Transparenz.

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