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Keine Seilbahnförderung ohne Umweltschutz!

Neue Seilbahnförderrichtlinie nimmt keinerlei Rücksicht auf Klimakrise. Vergabe von Steuergeldern muss an Umweltauflagen gekoppelt werden. Schneekanonen und Beschneiungsinfrastruktur müssen aus der Förderung herausgenommen werden.

10.02.2023

Der BUND Naturschutz in Bayern kritisiert die Veröffentlichung der neuen Seilbahnförderrichtlinie in dieser Woche und fordert eine schnellstmögliche Überarbeitung. „Der diesjährige Winter zeigt wiedermal überdeutlich, dass der Wintersport in den bayerischen Alpen und vor allem in den Mittelgebirgen mit hohen Unsicherheiten und immer größeren Eingriffen in die Natur verbunden ist“, erklärt der BN-Landesvorsitzende Richard Mergner. „Pauschale Förderungen mit Steuergeldern meist großer Anlagen ohne Rücksicht auf die sensible Natur und das Klima müssen endlich abgeschafft werden! Der Wandel zum sanften, naturnahen und gleichzeitig wirtschaftlich lohnenden Tourismus ist möglich – man muss es nur wollen. Das Festhalten an alten Strukturen führt hingegen in die Sackgasse.“

Analog zu einer Ende September im Landtag eingereichten und von den Regierungsfraktionen abgelehnten Petition möchte der BN die Seilbahnförderung nicht grundsätzlich abschaffen. Sie soll aber an Nachhaltigkeitskriterien geknüpft werden.
Zentrale Forderungen sind:

  1. Bestandssanierung statt Ausbau.
  2. Stopp der Subventionierung von Beschneiung.
  3. Stopp der Schaffung alpiner „Disneylands“: Keine Förderung in Verbindung mit Funparks.
  4. Transparente Vergabe
  5. Regionale seilbahntouristische Konzepte als Fördergrundlage: Ist die Seilbahn mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar? Kommen die kleinen Talstraßen mit so viel Verkehr klar? Gibt es auf dem Berg genügend Platz oder werden sensible Naturräume gestört?

Schneekanonen sollen nach dem Willen des BN überhaupt nicht mehr gefördert werden. „Die künstliche Beschneiung ist in Zeiten von Energie- und Klimakrise nicht mehr zu rechtfertigten und völlig rückwärtsgewandt“, betont der Sprecher des BN-Landesarbeitskreises Alpen Axel Doering. „Stattdessen sollten Steuergelder lieber in eine zukunftsgerichtete Tourismusentwicklung gesteckt werden: Ein besseres Bus- und Bahnangebot, mehr Bio-Lebensmittel in der Gastronomie oder bessere Energiestandards von Beherbergungsbetrieben sind gemeinwohlorientierte Ziele, die der Staat unterstützen kann.“