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Ukraine-Krieg: BN schließt Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke aus

Durch den Krieg in der Ukraine wird die Frage der Energieversorgung Deutschlands neu aufgeworfen. Die Diskussion um Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke führt aber in eine gefährliche Sackgasse. Benötigt werden stattdessen Energieeffizienz und ein massiver Ausbau der erneuerbaren Energien.

01.03.2022

Der BUND Naturschutz in Bayern sieht die Entwicklung in der Ukraine mit großer Sorge und ist in Gedanken bei den vom Krieg betroffenen Menschen. Als Bayerns größter Naturschutzverband unterstützt der BN die Friedensbewegung mit vollem Herzen.

Unabhängig davon stellt sich der BN klar gegen eine Verlängerung der Laufzeiten für die verbliebenen drei deutschen Atomkraftwerke. Eine Laufzeitverlängerung hilft in der Energieversorgung Deutschlands mittelfristig nicht, sagt auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. Was benötigt wird, ist ein schneller Ausbau der Erneuerbaren Energien, um von fossilen Energieimporten unabhängig zu werden.

„Erneuerbare Energie ist Freiheitsenergie! Und das in mehrerlei Hinsicht“, unterstreicht der BN-Vorsitzende Richard Mergner. „Freiheit von Energieimporten aus nichtdemokratischen Ländern, Freiheit von CO2-Ausstoß für eine klimaneutrale Welt und auch Freiheit von der Preisabhängigkeit der fossilen Energien mithilfe einer sozial gerechten Bürgerenergiewende. Atomkraft ist gefährlich, zu langsam für den Klimaschutz und zu teuer. Wer sie jetzt aus ihrem Grab holen möchte, setzt auf die völlig falschen Prioritäten. Auch Isar II muss wie vorgesehen am Ende des Jahres vom Netz gehen!“

Michael Remy, Energiereferent des BN, betont: „Atomkraft ist gefährlich, mit unkalkulierbaren Risiken für die nachfolgenden Generationen! Auch Laufzeitverlängerungen sind sicherheitstechnisch und organisatorisch nicht sinnvoll, denn es fehlen Brennstäbe und Personal. Zusätzlich behindern Atomkraftwerke durch ihre schlechte Regelbarkeit Einspeisung durch Wind und Sonne und bremsen die notwendige Energiewende. Atomkraftwerke haben zudem einen bis zu sechsmal höheren Treibhausgasausstoß als die Erneuerbaren Energien und sind ihnen auch hier klar unterlegen. Auch wirtschaftlich ist Strom aus Kernkraft mit einem viermal so hohen Stromgestehungspreis wie bei Onshore-Windanlagen und Photovoltaik keine Option.“

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