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Umwelt-Aschermittwoch: Artenvielfalt bleibt im Fokus

Traditionell luden die Umweltverbände BUND Naturschutz (BN) und Landesbund für Vogelschutz (LBV) wieder zum Umweltpolitischen Aschermittwoch nach Niederbayern. Einst war es der Kampf um den Erhalt des Donauabschnittes zwischen Straubing und Vilshofen, der die Idee des Umweltpolitischen Aschermittwochs entstehen ließ. Heute steht die schwindende Artenvielfalt im Fokus. Die Umweltschützer kündigten an, auf eine Umsetzung der Ziele des erfolgreichen Volksbegehrens "Rettet die Artenvielfalt" von 2019 zu pochen. 

Volles Haus beim Umwelt-Aschermittwoch 2020 in Deggendorf (Foto: Heinrich Inkoferer).

Der BN-Vorsitzende Richard Mergner beim Umwelt-Aschermittwoch 2020 in Deggendorf (Foto: Heinrich Inkoferer).

Der Niederbayerische Musikantenstammtisch sorgte für die musikalische Umrahmung (Foto: Heinrich Inkoferer).

27.02.2020

Mit dem erfolgreichen Volksbegehren, den Klimaschutzdemonstrationen und der Rettung der frei fließenden Donau vor Stau und Kanalisierung habe der BUND Naturschutz gemeinsam mit zigtausenden Bürgerinnen und Bürgern Bayern positiv verändert, betonte der BN-Vorsitzende Richard Mergner. „Wir sehen diesen enormen Rückenwind als Chance und werden alles daransetzen, dass der Klima-, Natur- und Flächenschutz auch bei den Kommunalwahlen eine entscheidende Rolle spielen wird.“ 

Der LBV-Vorsitzende Norbert Schäffer zeigte sich optimistisch: „Volksbegehren und Begleitgesetz haben das Zeug dazu, den Rückgang der biologischen Vielfalt, das Verschwinden unserer Vögel und Insekten aufzuhalten und rückgängig zu machen. Jetzt brauchen wir Politikerinnen und Politiker, die das Zeug dazu haben, das Volksbegehren konsequent umzusetzen. Jetzt brauchen wir Politikerinnen und Politiker, die Wort halten. 
Der LBV wird ganz genau hinschauen und dafür kämpfen, dass aus dem besten Naturschutzgesetz Deutschlands der beste Naturschutz in Deutschland wird.“ 
Ganz in der Tradition des Politischen Aschermittwochs fehlte es auch nicht an kernigen Formulierungen, zum Beispiel in Richtung des Bundesverkehrsministers: „CSU-Verkehrsminister Andreas Scheuer aus Niederbayern, der die Donau kanalisieren wollte, der Tempolimits ablehnt und weiter mit Vollgas in die Klimakatastrophe rasen will, sollte besser Marketingchef für Flugtaxis und Schwebebahnen werden und nicht weiter Steuergelder zum Schaden von Mensch und Umwelt verpulvern“, so Richard Mergner. 

Die Veranstaltung war in diesem Jahr wieder im Stadthotel Deggendorf zu Gast. Für die musikalische Umrahmung sorgte traditionell der Niederbayerische Musikantenstammtisch.