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Murnauer Moos: Vom Rohstofflager zum Musterprojekt

Das Murnauer Moos ist mit rund 4200 Hektar einer der bedeutendsten Moorkomplexe Deutschlands: Ein lebendiges Mosaik aus Groß- und  Kleinseggenriedern, kalkreichen Sümpfen und Altwassern, Feucht- und Streuwiesen aber auch vereinzelten Kalktrockenrasen. Die Krönung sind jedoch auf etwa einem Zehntel der Fläche intakte Hochmoore mit Mächtigkeiten bis 25 Meter.

Murnauer Moos (Foto: Willner)

Trotz Bergbau, Torfstich, Landwirtschaft und anderen Nutzungsansprüchen blieb das Murnauer Moos bis heute eine sehr naturnahe Kulturlandschaft. Das ist vor allem das Verdienst der Botanikerin Ingeborg Haeckel vom Bund Naturschutz. Jahrzehnte lang kämpfte sie an allen Fronten der Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit für die Moorlandschaft. Manchmal vergeblich, wie beim Bau der Autobahn, meist aber erfolgreich: Gestoppt wurde etwa der Abbau von Torf und Sandstein mitten im Moor sowie eine Müllverbrennungsanlage.

Auch eine Flurbereinigung samt weiterer Trockenlegung von Moorflächen konnte sie abwenden. Auf Haeckels Initiative gehen auch der Kauf wichtiger Grundstücke für den Naturschutz und die Ausweisung des Naturschutzgebietes Murnauer Moos zurück. Damit schuf sie – gemeinsam mit vielen Mitstreitern – die Basis für ein großzügig gefördertes Naturschutz-Großprojekt. Es bezieht benachbarte Gebiete wie die Loisach- und Staffelseemoore sowie das Ostermoos ein und versöhnt die Interessen von Fremdenverkehr, Landwirtschaft und Ökologie.

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