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Insektenhotel selber bauen

Ob im Baumarkt, Supermarkt oder online - Nisthilfen gibt es mittlerweile fast überall zu kaufen. Doch viele der Insektenhotels sind zwar dekorativ für den heimischen Garten, stellen aber keine wirkliche Hilfe für Wildbienen dar und sind im schlimmsten Fall sogar eine Gefahr für die Insektenbrut. Wie Sie mit einfachen Mitteln den Wildbienen unter die Arme - pardon, Flügel - greifen können, erfahren Sie auf dieser Seite.

„Bienenschutz“ bedeutet in erster Linie „Schutz ihrer Lebensräume“, denn zahlreiche Bienenarten wurden bereits durch die Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume zurückgedrängt, da sie hoch spezialisiert und damit auch sehr empfindlich gegenüber Veränderungen in ihren Habitaten sind.

Die meisten Wildbienen errichten ihre Nistanlagen in der Erde, viele nagen sie in das Mark dürrer Stängel, andere benutzen vorhandene Hohlräume wie Käferfraßgänge oder Felsspalten, einige sind auf verlassene Eichengallen oder Schneckenhäuser spezialisiert, und weitere mauern ihre Brutzellen aus Lehm oder Harz.

Besonders in naturnahen Hausgärten ist großes Potenzial zum Schutz bedrohter Arten vorhanden, denn Nisthilfen, die verlorene Eiablageplätze ersetzen sollen, können mit einfachsten, kostengünstigen Mitteln selbst hergestellt werden und an vielen Orten eingesetzt werden. Einzug halten die Wildbienen in der Regel von April bis August.


Verschiedene Bauweisen für Nisthilfen

Nisthilfen lassen sich in unterschiedlichen Varianten und Größen bauen. Idealerweise kombinieren Sie einzelne Arten an einem Ort, sodass Sie mehreren Wildbienenarten Unterschlupf bieten können.

Bündel aus Pflanzenstängeln

Bündeln Sie hohle Pflanzenstängel (Bambus, Bärenklau, Engelwurz, Schilf, Ampfer, Knöterich...) mit einem Durchmesser von 2–10 mm und einer Länge von 8–20 cm. WICHTIG: Notwendig ist immer ein verschlossenes Ende, also die Stängel immer hinter den Knoten (Verdickungen) durchtrennen, damit das hintere Ende einen natürlichen Abschluss hat.

Genauso können Sie Bündel aus markhaltigen Pflanzenstängeln (Holunder, Königskerze, Himbeere, Distel, Rose...) verwenden. Diese sollten senkrecht aufgestellt werden.

Baumstämme mit Bohrgängen

Eine sehr gute Nistmöglichkeit bieten abgestorbene Laubbaumstämme. Weiches Nadelholz ist dagegen gänzlich ungeeignet. Der Stamm sollte gut durchgetrocknet sein, da sonst eine glatte, saubere Bohrung kaum möglich ist. Entrinden Sie das Holz und bohren Sie die Löcher (Durchmesser 0,2 – 1 cm, Tiefe 5 – 12 cm) quer zur Faser seitlich in den Stamm. Achten Sie außerdem auf genügend Abstand (mind. 1 - 2 cm) zwischen den Bohrgängen, so können Risse vermieden werden. Bohren Sie die Löcher so präzise wie möglich, damit keine Holzfasern in das Innere ragen!

Als Material benötigen Sie:

  • Hartholz, z.B. Eiche, Esche, Obstbäume, Ahorn, Buche
  • Stämmlänge ca. 30 – 100 cm
  • Unterschiedliche Durchmesser (ab 15 cm)
  • Bohrmaschine und Holzbohrer

Gefüllte Kisten

Füllen Sie Kisten (Tiefe mindestens 15 cm) mit Lehm, Ton oder vorzugsweise Löß und versehen Sie die Füllung mit Löchern von 0,4 – 0,9 cm Durchmesser. WICHTIG: Mischen Sie kein Stroh unter! Verwenden Sie möglichst feines und homogenes Substrat.