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Bürgerentscheid Pfofeld - „Der BUND Naturschutz bittet um Ihre Stimme für Klimaschutz und Muna-Wald“

Der BUND Naturschutz ruft dazu auf, sich für den Schutz des Muna-Waldes bei Langlau am Brombachsee und damit für den Klima- und Naturschutz und gegen die Ansiedlung von Center Parcs zu entscheiden.

10.05.2021

Die geplante Ansiedlung von Center Parcs im Gebiet der Muna Langlau wäre ein drastisches Beispiel für ungebremsten Flächenverbrauch und ein bayernweites Negativbeispiel für fortschreitende Naturzerstörung.

Zum aktuellen Bürgerentscheid, der bis zum 30. Mai als Briefwahl läuft, appellieren der Landesvorsitzende des BUND Naturschutz (BN), Richard Mergner, und die Vorsitzende der Kreisgruppe Weißenburg-Gunzenhausen, Brigitte Löffler, an die Stimmberechtigten in Pfofeld, mit ihrem Votum für den Erhalt des Waldes zu stimmen und so den Weg für eine nachhaltige und naturschonende Entwicklung der Muna zu öffnen.

„Der BUND Naturschutz bittet Sie um Ihre Stimme für Klimaschutz und Muna-Wald. Sie als Bürgerinnen und Bürger Pfofelds haben es nun in der Hand, ob der Wald weitgehend gerodet und zerstört wird und die Verkehrsströme noch stärker anschwellen oder ob der sanfte Tourismus am Brombachsee seine Chance behält“, sagt Richard Mergner, Landesvorsitzender des BUND Naturschutz in Bayern. „Lassen Sie sich nicht täuschen:  Center Parcs zerstört an diesem Ort ein wertvolles Biotop. Ein umweltfreundliches Konzept kann den Verlust nicht wettmachen.  Stimmen Sie bitte mit NEIN!“

„Die Belastungen der Muna aus der militärischen Nutzung sind auch ohne Waldrodung und Bebauung sanierbar. Unser Staat muss in eigener Verantwortung dekontaminieren lassen und überwachen, darf sich durch Verkauf zum Sonderpreis eben nicht aus seiner Verantwortung stehlen“, so Brigitte Löffler, Vorsitzende der Kreisgruppe Weißenburg-Gunzenhausen.

Nach den bisher noch ungenehmigten Plänen der Firma Center Parcs, einer Tochter des französischen Immobilienkonzerns Pierre & Vacances, sollen 165 Hektar Wald im Besitz des Bundes, vergleichbar mit über 210 Fußballfeldern, einem neuen Ferienhausgelände weichen. Die betreffende Fläche ist der zentrale Teil eines großen, zusammenhängenden Waldgebiets mit zwei kleineren Naturschutzgebieten zum See hin und hat eine große Bedeutung für den Natur- und den Klimaschutz. Außerdem kommen darin mindestens 45 gefährdete und auch geschützte Tier- und Pflanzenarten vor, darunter allein 14 Fledermausarten, Schwarzspecht, Waldlaubsänger, Sonnentau und Heidenelke. Zudem wächst dort unter dem Schirm der Altbäume im Zuge der Naturverjüngung gerade ein vorbildlicher Zukunftswald aus Buchen und Eichen heran.

Für Rückfragen:

Tom Konopka

Regionalreferent für Mittel- und Oberfranken

Telefon 0911 81878-24, Mobil 0160 8531944

Mail tom.konopka@bund-naturschutz.de