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UNESCO-Biosphärenregion Spessart /// Machbarkeitsstudie zeigt Weg zur Biosphärenregion auf - BN fordert gemeinsames Handeln

Die am 16. November in Lohr vorgestellte Machbarkeitsstudie macht deutlich, dass eine Biosphärenregion im Spessart nicht nur möglich, sondern auch sinnvoll ist. Der BUND Naturschutz (BN) fordert den jetzt für Staatsforst zuständigen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger auf, seine Blockadehaltung aufzugeben und mehr Naturwaldflächen im Staatsforst zur Verfügung zu stellen.

17.11.2023

Der BUND Naturschutz begrüßt die Ergebnisse der von den Landkreisen Aschaffenburg, Main-Spessart und Miltenberg sowie der Stadt Aschaffenburg in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie für eine Biosphärenregion im Spessart und teilt die insgesamt positive Einschätzung: „Eine Biosphärenregion stärkt das gesamte Gebiet. Ökologische, ökonomische und soziale Interessen können durchaus unter einem gemeinsamen Leitbild einer naturschutzorientierten und nachhaltigen Regionalentwicklung gebündelt werden“, sieht sich der BN-Landesvorsitzende Richard Mergner bestätigt und fordert: „Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger muss nun zu diesen Ergebnissen stehen, seine Blockadehaltung aufgeben und weitere Naturwaldflächen im Staatswald für eine Biosphärenregion bereitstellen. Ansonsten wird zudem der gesetzlich nötige Zehn-Prozent-Anteil von Naturwald an der Staatswaldfläche im Spessart mit nur fünf Prozent deutlich unterschritten.“

Wie ein aktuelles Forschungsvorhaben des Bundesamtes für Naturschutz und des Bundesumweltministeriums ergab, erzielen die 18 Biosphärenregionen in Deutschland eine touristische Wertschöpfung von fast zwei Milliarden Euro jährlich: „Ein guter Grund, auch im Spessart den Weg zu einer Biosphärenregion zu gehen und Land- und Forstwirtschaft, Tourismus, Gewerbe und Naturschutz in Einklang zu bringen“, so die BN-Vorsitzenden der Kreisgruppen Main-Spessart, Miltenberg und Aschaffenburg, Erwin Scheiner, Steffen Scharrer und Dagmar Förster unisono.

Eine Biosphärenregion kann dem immer wichtiger werdenden Klimaschutz und der Förderung einer Klima-Resilienz dienen - also den Wald und die gesamte Region weniger anfällig gegen die bevorstehenden Klimaveränderungen machen. Somit können Artenvielfalt, regionale ökologische Landwirtschaft, nachhaltiger Tourismus, Handwerk und Handel gemeinsam profitieren und die Wertschöpfung verbleibt in der Region. Diese Chance gilt es zu nutzen. Der BUND Naturschutz ruft daher alle Beteiligten zu einer positiven Mitarbeit auf und ist selbst gerne bereit, sich mit all den Fachkenntnissen und Engagement seiner Aktiven einzubringen.

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