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Mond-Azurjungfer (Coenagrion lunulatum): Steckbrief

Die Mond-Azurjungfer zählt zu den seltensten Libellenarten Bayerns und ist vom Aussterben bedroht.

Die Mond-Azurjungfer (Coenagrion lunulatum) tritt fast ausschließlich an einer Handvoll Stellen in Nord- und Ostbayern auf, die Vorkommen im Alpenvorland sind bereits erloschen. Teiche und Weiher, Tümpel und Kleingewässer zählen zu ihren bevorzugten Lebensräumen. Die Regionen sind im Sommer im Durchschnitt wärmer, niederschlagsärmer und weisen geringere Luftfeuchtigkeit auf, als es dem allgemeinen Klima entspricht. Im Winter sind sie hingegen im Durchschnitt kälter. Sonnenexponierte, kleine, flache Gewässer bieten diese Bedingungen, sie erwärmen sich im Frühjahr schnell, kühlen aber im Winter stark ab.

Biologie der Mond-Azurjungfer (Coenagrion lunulatum)

  • Schlupfzeit: Anfang Mai
  • Flugzeit: Mai bis Juli

Gefährdung und Schutzmaßnahmen

Die Mond-Azurjungfer ist nach der Roten Liste Bayern "vom Aussterben bedroht" (1), sie zählt zu den bayernweit am stärksten bedrohten Arten. Ihre maximale Lebensdauer beträgt rund 20 Tage, dies führt in Verbindung mit den anspruchsvollen Eiern und Larven – deren Entwicklungsgewässer nicht austrocknen dürfen – zu einem großen Schutzbedürfnis. Hauptgrund dürfte der diffuse Nährstoffeintrag aus der Umgebung der Entwicklungsgewässer sein.

Systematik

  • Klasse: Insekten (Insecta)
  • Ordnung: Libellen (Odonata)
  • Unterordnung: Kleinlibellen (Zygoptera)
  • Familie: Schlanklibellen (Coenagrionidae)
  • Gattung: Azurjungfern (Coenagrion)
  • Art: Mond-Azurjungfer (Coenagrion lunulatum)