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Edeltraud Melzl-Butz aus Viehhausen bei Rottenburg/Laaber im Landkreis Landshut

Eine echte Herausforderung war der „Ratzentümpel“(1,55 ha) für die Familie aus dem Laabertal, als sie die stark verschilfte Nasswiese vor über 20 Jahren in Bewirtschaftung nahm.

Der "Ratzentümpel"
alle Fotos: Inge Steidl

Die Wiese

Doch der hohe Arbeitsaufwand hat sich gelohnt: Die artenreiche Kohldistelwiese ist ein wichtiger Baustein im „Labertalprojekt“ der Stadt Rottenburg und wird erst ab dem 15. Juni gemäht (Vertragsnaturschutzprogramm). Der Aufwuchs der zweischürigen Wiese wird an das Jungvieh verfüttert, teilweise aber auch als Einstreu genutzt. Typische Kennarten sind Wiesen-Knöterich, Großer Wiesenknopf, Sumpf-Pippau, Mädesüß, das „Blutströpfchen“ (Bach-Nelkenwurz), Vergißmeinnicht und Kuckuckslichtnelke, aber auch Leguminosen wie die Wiesenplatterbse.

Der feuchte Untergrund erschwert die Bewirtschaftung
Wiesenknöterich
Den Kühen scheint es zu schmecken

Der Betrieb

Edeltraud Melzl-Butz zählt zu den Pionierinnen des ökologischen Landbaus in Niederbayern, seit sie 1990 den Hof übernommen und zu einem ungewöhnlich innovativen und vielseitigen Biobetrieb (Naturland/Tagwerk) mit 15 Beschäftigten aufgebaut hat. Herzstück und Schwerpunkt der Hofstelle (64 ha, davon 30 ha Grünland) sind rund 40 Milchkühe, Milchmastkälber und Färsen, zusätzlich Puten, Hähnchen, Enten, Legehühner und Gänse. Von Anfang an setzte die Familie auf Direktvermarktung, heute sind Käserei, Bäckerei und Metzgerei sowie Gemüse (Eigenanbau) wichtige Standbeine. Neben einem umfangreichen Veranstaltungs- und Bildungsprogramm mit besonderem Schwerpunkt auf Kindergruppen und Schulklassen werden auch Kurse für interessierte Erwachsene rund um das Thema Kochen und gesunde Lebensmittel angeboten.

http://www.biohof-butz.de/

Edeltraud Melzl-Butz vor ihrem Hofcafe
Bildungsprojekt am Hof
Mit Sohn Maximilian steht auch schon ein geeigneter Hofnachfolger zur Verfügung

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