Durchsuchen Sie unser Wissen

Zur Startseite

Aktionen

Eichhörnchen beobachten und melden

Themen

  • Übersicht

Tiere und Pflanzen

Über uns

Natürliche Weihnachten

Nicht nur beim Weihnachtsbaum sollte man an Umwelt- und Naturschutz denken. Wir haben von der Weihnachtsbeleuchtung über Geschenke bis hin zum Weihnachtsmenü Tipps und Empfehlungen für eine umweltverträgliche Advents- und Weihnachtszeit zusammengetragen.

Die Corona Pandemie erfordert 2020 einen anderen Umgang mit dem Weihnachtsfest. Es ist Zeit darüber nachzudenken, was wir wirklich benötigen und wie die Produktionsbedingungen beispielsweise für die Geschenke sind. Wir empfehlen, die regionale Gastronomie durch Bestellungen auch zwischen den Festtagen zu unterstützen, Biolebensmittel zu verwenden und Geschenke auszuwählen, die unter fairen, ökologischen und sozialen Bedingungen produziert wurden.


Der Christbaum nachhaltig geschmückt

Für die meisten gehört er zu Weihnachten wie das Christkind - der Weihnachtsbaum. Ob die klassische Nordmanntanne oder ein selbstgebastelter Baum aus Naturmaterialien, mit vielen Tipps und unserem Einkaufsführer für Bio-Weihnachtsbäume findet jeder den richtigen Baum. 

Ist die Entscheidung für einen Christbaum gefallen, gilt es diesen für die Weihnachtszeit herauszuputzen. Beliebte Dekorationen wie Lametta und beschichtete Christbaumkugeln sind aber nur schwer zu recyceln oder lassen sich oftmals nur einmal verwenden. Damit das Weihnachtsfest mit gutem Gewissen begangen werden kann, sollte auch beim Baumschmuck auf nachhaltige und umweltfreundliche Materialien gesetzt werden. Die Liste an möglichen Alternativen ist lang und der Kreativität keine Grenzen gesetzt: Von gebastelten Anhängern aus Naturmaterialien, über hölzerne Dekorationen oder Strohsterne bis hin zu roten Äpfeln und köstlichen Plätzchen. Baumschmuck kann eben nicht nur hübsch aussehen, sondern unter Umständen sogar richtig lecker sein und dem Zuhause gleichzeitig einen weihnachtlichen Duft verleihen.


Weihnachtszeit ist Lichterzeit!

Weihnachtssterne in den Fenstern, Lichterketten im Garten und die Kerzen auf dem Adventskerzen sorgen für die typisch gemütliche Weihnachtsstimmung.

So steigt gerade in der Advents- und Weihnachtszeit der private Stromverbrauch durch Beleuchtung an. Wer Lichterketten nutzen möchte, sollte daher LED-Modelle umstellen. Diese halten nicht nur wesentlich länger, sondern verbrauchen auch bis zu 90 Prozent weniger Strom im Vergleich zu herkömmliche Lichterketten. Als Außenbeleuchtung eignen sich solarbetriebene LED-Lichterketten. Grundsätzlich sollte die weihnachtliche Deko nicht permanent brennen, sondern bedarfsgerecht ein- und ausgeschaltet werden. Die nötigen Zeitschaltuhren gibt es im Handel bereits für weniger als zehn Euro.

Für eine besondere Gemütlichkeit in der Weihnachtszeit darf  auch die ein oder andere Kerze natürlich nicht fehlen. Doch nicht alle Kerzen können bedenkenlos entzündet werden. Allen voran die Herstellung von Kerzen und die Art des Wachses spielt hier eine Rolle:

Paraffin ist der Hauptbestandteil der meisten Kerzen. Dieses wird aus Erdöl hergestellt. Mangelhafte Paraffinkerzen mit erhöhtem Schwefelgehalt lassen Schwefeldioxid entstehen, was zu allergieähnlichen Reaktionen führen kann. Kerzen mit Lacküberzug können Schadstoffe freisetzen.

Die meisten allergisierenden, erbgutschädigenden oder auch krebserregenden Stoffe gelangen über Farben, Lacke und Duftmittel in die Kerzen. Beim Abbrennen der Kerzen können verschiedene umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe freigesetzt werden.

Auch Palmöl kommt zunehmend oft in Kerzen vor. Es wird aus der Ölpalme gewonnen und ist damit zwar ein nachwachsender Rohstoff, jedoch ökologisch höchst fragwürdig durch die gravierenden Schäden beim Anbau.

Es empfiehlt sich beim Kauf auf das "RAL-Gütezeichen" zu achten. Rund siebzig Prozent der in Deutschland angebotenen Kerzen tragen bereits dieses Siegel. Es verpflichtet Hersteller, sich bei den Inhaltsstoffen an Grenzwerte hinsichtlich Gesundheit und Umwelt zu halten.

 

Die umweltfreundlichste Alternative zu herkömmlichen Produkten sind Kerzen aus Bienenwachs. Die goldgelben Kerzen sind nicht nur vollkommen natürlich, sondern duften auch hervorragend.

Sollten sich über die Jahre Kerzenreste angesammelt haben, müssen diese nicht entsorgt werden, sondern können ganz einfach recycelt werden. Einen Docht, Formen und einen alten Topf, mehr braucht es nicht um aus den übriggebliebenen Wachsresten eine neue Kerze zu gießen.

Auch bei vielen Imkern bekommt man kostengünstig Bienenwachs oder Wabenplatten zum Kerzengießen oder -rollen.


Fair und ökologisch schenken

Nehmen Sie sich Zeit für den Einkaufsbummel und bestellen Sie nach Möglichkeit nicht im Internet. Unterstützen Sie den regionalen Einzelhandel, schauen Sie sich im Naturkost- oder EineWelt Laden um. Hier gibt es viele hochwertige, umweltfreundliche Geschenke aus fairem Handel, die aus pestizidfreier und /oder ökologischer Produktion stammen und soziale Kriterien wie zum Beispiel angemessenen Löhne berücksichtigen und Kinderarbeit ausschließen.

Falls Sie Kleidung zu Weihnachten verschenken: Der Ökomarkt für Kleidung boomt. Es gibt zunehmend Firmen, die recycelbare, wiederverwendbare Naturmaterialien und ökologische Farbstoffe für die Produktion ihrer Kleidungsstücke einsetzen. Gemeint sind hier vor allem Artikel aus Bio-Baumwolle, Holz oder Kokos. Der BN empfiehlt, Produkte dieser Art umweltschädlichen Materialien wie Kunststoffen vorzuziehen.

Werden Sie kreativ

Fehlt noch eine Geschenkidee? Ein selbst gemachtes Geschenk, das von Herzen kommt, ist mehr wert als teuer gekaufte Dinge, die früher oder später auf dem Müll landen. Schenken Sie Freude mit einem persönlichen Fotokalender oder dem Rezeptbuch mit Lieblingsgerichten, der bemalten Stofftasche, gehäkelten Kuscheltieren, selbstgemachten Kräuterölen und Pralinen oder handgefertigter Kosmetik.

Augen auf auch beim Spielzeugkauf. Immer wieder lassen Untersuchungen zur Chemikalienbelastung von Spielsachen und kindernahen Produkten aufschrecken: Teddy, Schnuller & Co. sind häufig hoch mit Schadstoffen belastet. Der BUND hat konkrete Tipps für Eltern, etwa auf bestimmte Gütesiegel zu achten und Unternehmen aufzufordern, gesundheitsgefährdende Stoffe durch sichere Alternativen zu ersetzen.

Auf die Verpackung kommt es an

Wer kennt es nicht, das Chaos unter dem Weihnachtsbaum nach der Bescherung? Der heimische Mülleimer droht überzugehen, aber das muss nicht sein. Denn nicht nur die Geschenke selbst, sondern auch die Verpackung kann nachhaltig gestaltet werden.

Kalenderblätter des vergangenen Jahres, alte Kartons, Geschirrtücher oder gebrauchte Textilien können als Geschenkverpackung dienen. Wer es gerne farbig oder ausgefallen mag, kann die Verpackung zusätzlich bemalen oder mit weihnachtlicher Dekoration versehen. Hierfür eignen sich Naturmaterialien wie Blätter und Zweige oder kleine Leckerbissen wie Plätzchen.

Als umweltfreundliche Alternativen zu Geschenkbändern aus Kunststoff eignen sich Paketband oder Bast. Die Schleifen und Bänder können aufgehoben und immer wieder verwendet werden.


Das andere Weihnachtsmenü

Warum nicht auch an Weihnachten mal ganz auf Fleisch verzichten und die Liebsten mit einem vegetarischen Menü beglücken? Ob gefüllter Kürbisbraten, veganes Filet Wellington oder Rote-Beete-Risotto - der Kreativität in der Küche sind keine Grenzen gesetzt.

Wenn es dennoch der klassische Festtagsbraten sein soll, achten Sie auf die Herkunft des Fleisches: Rindfleisch aus regionaler Weidehaltung, Lamm vom Schäfer aus Naturschutzprojekten, Wild aus heimischen Wäldern vom Jäger aus der Nachbarschaft oder dem nächstgelegenen BaySF-Forstbetrieb und natürlich Biofleisch sind nachhaltiger und besser als Fleisch aus einem Massentierhaltungsstall. Der BN rät von den manchmal besonders billig angebotenen Weihnachtsgänsen oder Teilstücken ab, denn diese können aus Stopfleber-Mast stammen. Dieses qualvolle Verfahren verstößt gegen das Tierschutzgesetz und ist in Deutschland nicht mehr erlaubt.

Und nicht nur das Weihnachtsmenü, auch die Zutaten für Plätzchen und Stollen verdienen umweltschonend erzeugte Lebensmittel. Fair gehandelte Bio-Zutaten machen das Weihnachtsgebäck zu einem besonderen Genuss. Egal ob Nüsse, Zucker oder Schokolade: Weltladen und auch manche Supermärkte halten ein reiches Angebot von Fairtrade-Waren, meist biologisch angebaut, bereit. Einen Überblick über Fairtrade Siegel bietet die Seite des Bundeszentrums für Ernährung: https://www.bzfe.de/fair-trade-1885.html