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Macht Platz für corona-sichere Rad- und Gehwege!  

In der Corona-Krise ist es wichtig, Abstand zu halten. Doch genau das ist im Fuß- und Radverkehr in vielen Fällen unmöglich. Denn Geh- und Radwege sind oft schmaler als der derzeit erforderliche Mindestabstand von 1,50 Metern. Wir appellieren deshalb an die Bürgermeister*innen der bayerischen Groß- und Mittelstädte, corona-sichere Rad- und Gehwege zu ermöglichen. Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift!

Der ohnehin zu knapp bemessene Platz für Fußgänger*innen und Radler*innen wird in Zeiten von Corona vor allem in großen und mittleren Städten zum Gesundheitsrisiko. Das wollen der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC), der BUND Naturschutz (BN) und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) ändern.

Abhilfe können zeitweise verbreiterte Rad- und Fußwege schaffen: Dafür werden bei mehrspurigen Straßen Autospuren in zusätzliche Fahrradspuren umgewandelt oder ausgewählte Straßen für den Fuß- und Radverkehr geöffnet. Dass das innerhalb kürzester Zeit möglich ist, zeigen Beispiele aus Städten wie Wien oder Berlin. 


Eine Gemeinschaftsaktion mit dem ADFC und dem VCD


Helfen Sie mit, 5.000 Unterschriften zu erreichen!

 

Aktuell 3.250 Unterschriften

 
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Diesen Appell an die Bürgermeister*innen der bayerischen Groß- und Mittelstädte unterschreiben Sie

Sehr geehrte Damen und Herren,

in der CoViD-19-Krise ist eines wichtig: Abstand halten. Doch genau das ist im Rad- und Fußverkehr in vielen Fällen unmöglich. Denn Rad- und Fußwege sind oft zu schmal, um den derzeit erforderlichen Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten. Der ohnehin viel zu knapp bemessene Platz für Fußgänger*innen und Radler*innen wird in der CoViD-19-Krise zum Gesundheitsrisiko.

Aus diesem Grund fordern wir Sie als Bürgermeister*innen in bayerischen Groß- und Mittelstädten dazu auf: Geben Sie Rad- und Fußverkehr jetzt mehr Platz! Um die Einhaltung des Mindestabstandes im Rad- und Fußverkehr überall gefahrlos zu ermöglichen, fordern wir:  

  • Die sofortige Einrichtung zusätzlicher geschützter Radspuren (sog. Pop-Up-Radwege) auf allen mehrspurigen Straßen innerorts
  • Die Freigabe der Fahrbahn für Fußgänger*innen in reinen Wohngebieten 
  • Die Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 30 auf allen Straßen innerorts

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen 
Ihr Vor- und Nachname


Mehr Platz im Fuß- und Radverkehr ist möglich

Von Bogota und New York über Mailand und Brüssel bis hin zu Wien und Berlin: Städte in aller Welt machen vor, was möglich und nötig ist: Die kolumbianische Hauptstadt Bogotá richtete bereits vor einigen Wochen zusätzliche Fahrradspuren auf mehrspurigen Straßen ein. In Wien wurden ausgewählte Straßen für den Fuß-und Radverkehr geöffnet. Dass das auch in Deutschland möglich ist, zeigt Berlin: Innerhalb kürzester Zeit wurden dort temporäre Fahrradwege auf mehrspurigen Straßen eingerichtet. 

In Bayern hat Verkehrsministerin Kerstin Schreyer dazu aufgerufen, in der Corona-Krise verstärkt das Rad zu nutzen. Wie der aktuell erforderliche Mindestabstand auf Radwegen eingehalten werden soll, die oft schmaler sind als 1,50 Meter, erklärt sie jedoch nicht. Das gleiche Problem stellt sich auf vielen Fußgängerwegen. Viele Menschen wollen in der aktuellen Situation für einige Zeit vom öffentlichen Verkehr auf andere Verkehrsmittel umsteigen. Mit einer verbesserten Infrastruktur für Rad- und Fußverkehr hätten diese Menschen einen zusätzlichen Anreiz weiterhin umweltfreundliche Verkehrsmittel statt dem Auto zu nutzen.

Aus diesem Grund fordern ADFC, BUND Naturschutz und VCD die politisch Verantwortlichen in Groß- und Mittelstädten in Bayern dazu auf, zusätzliche Fahrradspuren auf mehrspurigen Straßen einzurichten und die Straßen in reinen Wohngebieten für Fußgänger*innen freizugeben. So hätten alle Verkehrsteilnehmer*innen die Möglichkeit, den derzeit erforderlichen Mindestabstand einzuhalten. 

Eine Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit innerorts auf 30 Kilometer pro Stunde würde die Verkehrssicherheit für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zusätzlich erhöhen und so zu einer Entlastung der Krankenhäuser beitragen. Zudem ließe sich die Belastung der Luft mit Feinstaub und Stickoxiden auf diese Weise weiter reduzieren, was die Atemwege entlastet. 


Weitere Infos über den Rad- und Fußverkehr