Kommunalwahl: Sozial und ökologisch vor Ort – für lebenswerte Städte und Gemeinden in Bayern
Bei den Kommunalwahlen am 8. März entscheidet sich auch, wie sich Städte, Gemeinden und Landkreise in den kommenden Jahren entwickeln – sozial, ökologisch und wirtschaftlich. In dem gemeinsamen Positionspapier haben der BUND Naturschutz und der DGB Bayern die zentralen Anforderungen an eine sozial gerechte und ökologische Kommunalpolitik formuliert.
Im Mittelpunkt stehen Fragen eines wirksamen Klimaschutzes, einer zukunftsfähigen Energie- und Verkehrspolitik, guter Lebensbedingungen sowie einer starken Demokratie vor Ort. Das gemeinsame Papier zeigt, wie soziale Sicherheit, wirtschaftliche Entwicklung und ökologische Verantwortung in den Kommunen zusammengebracht werden können.
Der BN-Vorsitzende Martin Geilhufe erklärt: „Für den DGB Bayern und uns ist klar: Diese Kommunalwahl ist eine Richtungsentscheidung – für Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und starke Gemeinden! Klimaschutz passiert vor Ort in unseren Städten und Gemeinden. Bayern hat sich bereits um 1,9 Grad erwärmt – schneller als der weltweite Durchschnitt. Wir erwarten von den Kommunalpolitiker*innen, dass sie Bayerns Klimaziel 2040 nicht verwässern, sondern konsequent voranbringen. Dazu gehört vor allem eine sichere und bezahlbare Energieversorgung aus 100 Prozent erneuerbaren Quellen. Und wir brauchen eine Landes- und Regionalplanung, die Kommunen nicht gegeneinander ausspielt, sondern dafür sorgt, dass Wohnen, Mobilität, Klimaanpassung und lebendige Zentren zusammen gedacht werden.“
Der DGB-Vorsitzende Bernhard Stiedl betont: „Für viele Menschen entscheidet sich gute Kommunalpolitik ganz konkret auf dem Weg zur Arbeit, zur Ausbildung oder zur Schule. Sie brauchen verlässliche, bezahlbare und klimafreundliche Mobilität – in der Stadt genauso wie auf dem Land. Gut getaktete Bus- und Bahnverbindungen, bessere Schienenstrecken und sichere Radwege sind entscheidend für soziale Teilhabe und wirtschaftliche Entwicklung vor Ort. Gleichzeitig spüren viele Regionen die industrielle Transformation bereits deutlich, mit Werksschließungen und dem Verlust guter Arbeitsplätze. Umso wichtiger ist es, dass Kommunen für eine leistungsfähige Infrastruktur, attraktive Standorte und neue Beschäftigungsperspektiven sorgen. Denn wo Arbeitsplätze sicher sind, die Daseinsvorsorge funktioniert und Menschen sich ernst genommen fühlen, wächst auch das Vertrauen in die Demokratie.“

