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Umweltfreundliche Putzmittel

Saugen, wischen und scheuern bis alles glänzt und strahlt: Nicht nur zum alljährlichen Frühjahrsputz stellen sich viele die Frage, wie man seinen Haushalt möglichst ökologisch und chemiefrei reinigen kann.

Viele Reinigungsmittel enthalten umweltschädliche oder gesundheitsgefährdende Chemikalien. Ein Großteil der Putzmittelmittel mit angeblichen Wunderkräften ist ganzlich überflüssig. Es gilt sogar die Faustregel: Je spezieller ein Putzmittel, desto schädlicher ist es. Spart man sich spezialisierte Produkte wie Glanzreinigung, Backofenspray oder schlierenfreie Fensterreiniger, tut man der Umwelt und seinem Geldbeutel etwas Gutes.

Für den effektiven Hausputz genügen meist einfache ökologisch verträgliche Alternativen: Ein milder Allzweckreiniger lässt Böden und Arbeitsflächen strahlen, Haushaltssoda aus der Drogerie rückt hartnäckigen Verschmutzungen zu Leibe, ein Handspülmittel eignet sich für die Fenster und ein Reiniger mit Zitronensäure für Bad und Toilette komplettiert den Putzschrank. 

Bewährte Hausmittel gegen den Schmutz

Essig, Natron und Zitronen sind die Klassiker unter den Hausmittelchen, die zum Teil bereits den Großeltern gute Dienste geleistet haben. Ob mit Wasser vermischt oder unverdünnt, sind diese Helfer eine umweltfreundliche Alternative zu den herkömmlichen Reinigern.

Gewöhnliches Salz aus der Küche bringt ergraute oder vergilbte Gardinen wieder zum Strahlen. Lösen Sie das Salz dazu in warmem Wasser auf und lassen Sie den Stoff für mehrere Stunden einweichen. Anschließend waschen Sie die Gardine ganz normal in der Waschmaschine. Auf diese Weise können Sie auf chlorhaltige Reiniger oder Waschmittel mit optischen Aufhellern verzichten, welche die Gewässer belasten.

Vom Regenwetter stark verschmutzte Fenster reinigen Sie am besten mit einer ausrangierten Nylonstrumpfhose und einem guten Schuss Essig oder Zitronensaft im Putzwasser. Essig und Zitrone wirken als natürliche Kalklöser, die Strumpfhose entfernt auch festeren Schmutz ohne Kratzer zu hinterlassen. Gegen Fettreste hilft übrigens auch aufgebrühter Schwarztee. Die darin enthaltenen Gerbstoffe entfernen Öl und Nikotin und wirken auch nachhaltig als Schutzschild gegen neue Verschmutzungen.

Teppiche werden wieder frisch, indem Sie eine dünne Schicht Natron darüber streuen, für einige Stunden einwirken lassen und dann mit dem Staubsauger einfach aufsaugen. Das Natron entfernt Gerüche und kleinere Verunreinigungen. Druckstellen im Teppich lassen sich gut mit einigen Dampfstößen aus dem Bügeleisen wieder aufpolstern. Achten Sie dabei allerdings darauf, den Teppich nicht direkt mit dem Bügeleisen zu berühren. Um die Farbe des Teppichs aufzufrischen, können Sie diesen auch mit Sauerkraut abreiben.

Gegen einen verstopften Abfluss helfen kochendes Kartoffelwasser. Ist dieser jedoch extrem stark verschmutzt, hilft nur noch eine Mischung aus Essig und Backpulver. Hierzu geben Sie drei bis vier Esslöffel Backpulver direkt in den Abfluss. Anschließend spülen Sie mit einer Tasse Essig nach um die chemische Reaktion in Gang zu setzen. Ungefähr 30 Minuten später spülen Sie mit warmem Wasser nach.

Beim Abwasch können Sie ebenfalls auf Putzmittel verzichten. So eignen sich Zitronenschalen hervorragend zum Lösen von Fett. Hartnäckige Speisereste in Töpfen oder auf Blechen lassen sich durch ein Gemisch von Natron und warmem Wasser lösen. Die Mischung im Topf kurz aufkochen und einwirken lassen. Asche aus Kamin und Ofen kann ebenfalls zum Putzen, nicht nur der verdreckten Ofenscheibe, genutzt werden: etwas anfeuchten und auf schmutzige Stellen auftragen, eventuell über Nacht einwirken lassen und dann mit einem feuchten Lappen abwischen und anschließend spülen. Sauber ist die Ofenscheibe ohne Einsatz von Chemikalien.

Kalk im Bad und in der Küche lässt sich generell gut mit Essig oder Zitronensaft bekämpfen. Um den "Peeling-Effekt" für die Reinigung von Dusche oder Badewanne zu verstärken, können Sie etwas Salz hinzugeben.

Gerüche von Gardinen, Teppichen oder Kleidungsstücken lassen sich mit Lavendelkissen bekämpfen, die Sie selbst herstellen können: Strümpfe mit getrockneten Lavendelblüten füllen und zwischen die Textilien legen oder hängen. Der Lavendel-Geruch vertreibt außerdem Motten. Flecken können Sie auch mit Zahnpasta oder Rhabarbersaft beseitigen.

Ökologische Reiniger als Alternative

Wer nicht auf herkömmliche Reinigungsmittel verzichten möchte, greift am besten ökologischen Reinigern. Diese enthalten keine Farb-, Duft- oder Konservierungsstoffe und sind biologisch abbaubar. Darüber hinaus sollten Putzmittel phosphat- und lösungsmittelfrei sein und ohne desinfizierende oder bleichende Stoffe auskommen. 

Häufig neigen wir dazu, mehr Reinigungsmittel als nötig zu verwenden. Viel hilft aber nicht immer viel. Achten Sie daher genau auf die Dosieranweisungen. Oft reichen ein paar Spritzer für mehrere Liter Wasser. Das Reinigungsmittel sollte immer erst am Ende zugegeben. Mit viel Putzmittel schäumt und duftet es zwar mehr, aber sauberer wird es nicht. Im Gegenteil, die Wirkung kann sogar nachlassen, wenn das Spül- oder Putzwasser zu stark schäumt, da sich das Putzmittel dann an der Oberfläche sammelt und die Fettlösekraft vermindert wird. 

Wer diese Regeln beachtet, schont die Umwelt und vermeidet gesundheitliche Gefahren nicht nur beim jährlichen Frühjahrsputz.