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B 286 FÖRDERT KLIMAKRISE

BUND NATURSCHUTZ FORDERT AUSBAUSTOPP

15.03.2021

Über acht Ausbauabschnitte sollte die B 286 zwischen Schweinfurt und der A 3 im Landkreis Kitzingen ausgebaut werden. Als „alternativlos“ wird dieser Ausbau noch in den Planunterlagen zum aktuellen Ausbauabschnitt nördlich von Unterspießheim bezeichnet, da durch den A 3 – Ausbau mit einer weiteren Zunahme des LKW-Verkehrs zu rechnen sei. Doch jetzt belegt das Staatliche Bauamt: Die Verkehrszahlen nehmen ab, je weiter man Richtung A 3 kommt! „Der BUND Naturschutz (BN) fordert daher die Einstellung dieser überholten und veralteten Planung in allen noch nicht erfolgten Ausbauabschnitten!“, so Edo Günther, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Schweinfurt. „Ein weiterer Ausbau würde wertvolle Lebensräume zerstören, unnötig Flächen versiegeln und der Klimakrise massiv in die Hände spielen!“, warnt Steffen Jodl, Regionalreferent des BN für Unterfranken. Als klimaschonende Alternative zum Ausbau fordert der BN eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h auf der gesamten Strecke sowie ein Überholverbot.

Der Klimareport 2021 für Bayern zeichnet ein düsteres Bild: Die bisherigen Prognosen für die Erwärmung in Bayern bis 2100 wurden auf + 4,8 Grad Celsius nach oben korrigiert. Dies zeigt die Dramatik der Entwicklung deutlich auf. „Nur mit einer großen Kraftanstrengung in allen Bereichen, insbesondere dem Verkehrssektor, ist diese Klimakrise zu stoppen“, mahnt Edo Günther. Gerade in Unterfranken - einem Klima-Hotspot in Bayern - sind die Folgen mit sinkenden Grundwasserständen und erheblichen Waldschäden schon jetzt dramatisch. Die im aktuellen Ausbauabschnitt geplanten Waldrodungen in einem Umfang von rund 1,2 Hektar erscheinen in diesem Zusammenhang besonders bedenklich. Zudem handelt es sich hier um einen regional bedeutsamen Klimaschutzwald, der auch eine hohe ökologische Bedeutung besitzt.

Die Fiktion der Beseitigung von Verkehrsbelastungen durch Straßenbau und der damit vermittelten Garantie unbegrenzter Mobilität ist tragende Säule des herrschenden Wachstumsdogmas und Ursache für immer neue Verkehrsbelastungen. Anstatt eine umfassende Verkehrswende einzuleiten, werden den Bürgerinnen und Bürgern der Neu- und Ausbau von Straßen als Problemlösung vermittelt. Damit wird das Problem der Verkehrsbelastung aber nicht gelöst, sondern sogar verstärkt und zudem auf dem Rücken von Natur, Landschaft und Umwelt ausgetragen, so der BN in einer Pressemitteilung.


Für Rückfragen

Steffen Jodl
BUND Naturschutz in Bayern e.V.
Regionalreferent Unterfranken
E-Mail: Steffen.Jodl@bund-naturschutz.de
Telefon: 0160 5611341

Edo Günther
BUND Naturschutz in Bayern e.V.
1. Vorsitzender Kreisgruppe Schweinfurt
E-Mail: edo.guenther@bund.net