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Der BUND Naturschutz nimmt mit großer Betroffenheit Ab-schied von Horst Stern

HORST STERN, MITINITIATOR DES BUND, HAT ALS DEUTSCHLANDWEIT BEKANNTER FERNSEHJOURNA-LIST UND AUTOR MIT SEINEN SENDUNGEN IN DEN 70ER UND 80ER JAHREN ENTSCHEIDEND ZU EINEM NEUEN NATURSCHUTZVERSTÄNDNIS BEIGETRAGEN UND WURDE BEREITS 1973 VOM BUND NATUR-SCHUTZ MIT DEM BAYERISCHEN NATURSCHUTZPREIS AUSGEZEICHNET.

22.01.2019

Richard Mergner, Vorsitzender des BUND Naturschutz: "Wir haben einen Vorkämpfer der ökologischen Bewegung verloren, der bereits in den 1970er Jahren durch seine Filme zu Themen wie Waldsterben oder auch Alpen-Tourismus die Grundlage gelegt hat für die heutige gesellschaftliche Akzeptanz des Naturschutzes in Bayern."

Horst Stern, der im Alter von 96 Jahren in Niederbayern gestorben ist, war einer der Großen im deutschen Naturschutz, der sich zentrale Verdienste erworben hat, weil er sich für einen ganzheitlichen Naturschutz eingesetzt hat. Er hat klargemacht, dass Naturschutz politisch ist, weil eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten nur durch eine Änderung der bisherigen Wachstumspolitik auf nationaler wie auf internationaler Ebene gerettet werden können.

Er hat mit seiner ARD-Sendung "Sterns Stunde", die vielen älteren Fernsehzuschauern auch heute noch ein Begriff ist, ein Bewusstsein geschaffen, dass wir aus den bisherigen Nadelholzforsten naturnahe Wälder machen müssen. Mit seinem Film über das Rotwild warb er für den Grundsatz "Wald vor Wild", damit sich Laubbäume und Weißtanne wieder natürlich in unseren Wäldern entwickeln können. Heute bekommen wir leider immer stärker die Quittung dafür, dass das, was Horst Stern schon in den 80er Jahren gefordert hat, zu zögerlich umgesetzt worden ist, indem Nadelforste deutschlandweit Opfer von Borkenkäfer, Windwürfen und Bränden werden.

Horst Stern hat durch die Mitautorenschaft in der BUND-Reihe "Rettet die Wälder", "Rettet die Vögel", "Rettet die Frösche" entscheidend zum Durchbruch des BUND als Natur- und Umweltschutzverband auf Bundesebene beigetragen.

Der BUND Naturschutz wird ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

 

Für Rückfragen:

Prof. Dr. Kai Frobel, Artenschutzreferent, Tel. 0911/81 87 8-19,

E-Mail: kai.frobel@bund-naturschutz.de

und

Stefan Schäffer, Büro Landesvorsitzender, Tel: 0911/81 87 8-10,

E-Mail: buero.landesvorsitzender@bund-naturschutz.de