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Gerichtsurteil: Erfolg für BN: Neubau der Kampenwandbahn gestoppt!

Der BUND Naturschutz hatte gegen die Genehmigung für einen Neubau der Kampenwand-Bahn Klage erhoben. Das Verwaltungsgericht München hat nun zu Gunsten des BN entschieden. Die Genehmigung des Landratsamtes wurde aufgehoben. Bisherige nächtliche Sonderfahrten sind nicht zulässig.

22.11.2023

„Dies ist ein wichtiger Erfolg für unsere sensible Bergwelt“, freut sich Peter Rottner, Landesgeschäftsführer des BUND Naturschutz. „Durch das Urteil ist kein Neubau und Ausbau der Kapazität an der Kampenwand möglich, da die Eingriffe in die Natur und Umwelt nicht abzusehen sind und damit die Genehmigung zu unbestimmt ist“, erklärt Rottner die Begründung des Gerichts. Das Gericht teilte mit, dass in den Antragsunterlagen und im Bescheid kein klares Bild über die genaue Lage der Trasse und den Eingriff in den Naturwald zu erkennen sei. Andere naturschutzfachliche Argumente wurden deshalb nicht weiter geprüft - da die Genehmigung gegen geltendes Forstrecht verstößt wird die gesamte seilbahnrechtliche Genehmigung ungültig.

„Auch bei einem klarer definierten Trassenverlauf wird der Eingriff in den Naturwald nicht kleiner“, unterstreicht Rottner. „In jedem Fall würde dem Neubau geschützter Wald zum Opfer fallen. Aus unserer Sicht kann es also keine neue Genehmigung auf Grundlage von überarbeiteten Antragsunterlagen geben.“
 
Aus der Begründung des Gerichts geht zudem hervor, dass die bisher durchgeführten Sonderfahrten in der Nacht einer Genehmigung bedürfen. „Ich bin froh, dass das Gericht dies klargestellt hat“, erklärt Rainer Auer, BN-Kreisvorsitzender aus Rosenheim. „Durch die neue Genehmigung sollten die Sonderfahrten offiziell verankert werden. Wir fordern, dass der Betreiber die Nachtfahrten vorerst komplett einstellt. Insbesondere für die empfindlichen Birkhühner, dessen Bestand durch das nächtliche Halli Galli massiv gefährdet ist, ist das Urteil eine gute Nachricht!“

Der BN bedankt sich bei seinen Mitstreiter*innen der Bürgerinitiative „Rettet die Kampenwand“ und dem Verein zum Schutz der Bergwelt e.V. für die Unterstützung.