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Konsequenter Herdenschutz statt Griff zum Gewehr

Im morgigen Umweltausschuss will die CSU Fraktion einen Antrag zur Erleichterung von Wolfsabschüssen verabschieden. Der BUND Naturschutz in Bayern kritisiert dies aufs schärfste und sieht keinerlei Grundlagen für derartige Forderungen.

„Es zeigt sich das hauchdünne, grüne Mäntelchen der CSU-Landtagsfraktion, wenn bei vier Wolfsrudeln in Bayern bereits die Regulation der Population gefordert wird“, so Richard Mergner, Vorsitzender des Bund Naturschutz in Bayern e.V.. Der Antrag sei keine „konsequente Umsetzung“ (Zitat CSU-Landtagsfraktion) der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union, sondern die Aushöhlung der wichtigsten europäischen Naturschutzrichtlinie.

„Die Wortwahl, dass der Wolfbestand „reduziert“ gehöre und „Eingriffe“ nötig seien, ist populistisches Jägerlatein aus dem 19. Jahrhundert“, so Mergner.

 

05.05.2021

Begründet wird der Antrag der CSU Fraktion mit „Herausforderungen für Weidetierhalter“.

„Nur Abschusserleichterungen vorzubringen zeigt, wie wenig sich die CSU-Fraktion bislang mit den - weit vor dem ersten Auftreten des Wolfes in Bayern bestehenden - Zukunftssorgen gerade von Schäfern auseinandergesetzt hat. Die wahren Probleme seien nicht der Wolf, sondern viel zu geringe Erlöse, fehlende Nachfolger und Vermarktungsprobleme.

„Die Alternativen des Herdenschutzes sind bei Weitem nicht ausgeschöpft, ein Abschuss scheint eine schnelle Lösung zu sein – langfristig werden die Probleme bleiben, wenn wir nicht endlich anfangen Weidetierhalter bei den Schutzmaßnahmen für ihre Tiere flächendeckend in vollem Umfang zu unterstützen“, resümiert Mergner.

 

Weitere Informationen zum Wolf: https://www.bund-naturschutz.de/tiere-in-bayern/wolf